
Erhebliche Ertragseinbußen zeichneten sich beispielsweise auch bei Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben ab. In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen, betonte Rukwied. Zu einem Problem werde dort auch, dass kein Futter mehr nachwachse. Etwas besser ist es laut dem Verbandspräsidenten in nördlichen Regionen, wo es immer wieder etwas geregnet hat. Dort sähen die Bestände noch akzeptabel aus, sagte Rukwied. In der Tendenz werde es aber auch da unterdurchschnittliche Ernten geben.
DRV: Ertragseinbußen von rund 600 Millionen Euro
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) meldet, dass die anhaltende Hitze die Getreide- und Rapsernte deutlich belastet hat. Laut Bilanz des Genossenschaftsverbands gingen seit Mitte Juni rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps aufgrund der Hitze verloren.
DRV-Vorstandsmitglied Spinne sagte im Deutschlandfunk, die Ertragseinbußen ließen sich auf rund 600 Millionen Euro beziffern
. Die größten Ausfälle verzeichne man im südlichen Hessen, in Baden-Württemberg und in Bayern."Dort sind die Einbußen schon dramatisch, beim Getreide und beim Körnermais." Gleichzeitig betonte Spinne, dass die Versorgung in Deutschland sichergestellt sei.
Landwirtschaftsminister Rainer will Erntebericht abwarten
Bundeslandwirtschaftsminister Rainer, CSU, hatte nach Angaben seines Ministeriums bereits am Mittwoch im Kabinett über die Dürre-Belastung der Landwirte gesprochen und auf die angespannte Lage bei Futtermitteln aufmerksam gemacht. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden könne man aber erst mit dem Erntebericht Ende August bewerten, betonte Rainer demnach. Sollte sich eine "außergewöhnliche, länderübergreifende Schadenslage bestätigen und damit ein Schadensereignis von nationalem Ausmaß" vorliegen, könne man die notwendigen Hilfsmaßnahmen gemeinsam mit den Ländern auf den Weg bringen.
Diese Nachricht wurde am 14.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






