
Im Rahmen des Projekts der Karls-Universität Prag und der Hilfsorganisation Neposeda bekamen 40 Menschen ohne festen Wohnsitz einmalig umgerechnet rund 4.000 Euro ausgezahlt. Die einzige Bedingung: Sie mussten sich von einem Forschungsteam über ein Jahr hinweg regelmäßig befragen lassen. 20 von ihnen wurden außerdem intensiv von Sozialarbeitern betreut; als Vergleichsgruppe wurden weitere 40 Personen befragt.
Wie die Wissenschaftler zur Vorstellung ihrer Ergebnisse mitteilten, fanden 80 Prozent der Probanden eine Arbeitsstelle. Aus der Vergleichsgruppe ohne Startkapital und mit Betreuung waren es 60 Prozent.
Ähnlich waren die Ergebnisse mit Blick auf den Wohnraum: Fast 90 Prozent der finanziell Bedachten fanden eine Unterkunft, von denen wiederum 40 Prozent sie auch bis zum Ablauf der einjährigen Versuchsphase behielten. Bei jenen mit enger Betreuung waren es 45 Prozent, von denen allerdings fast alle auch die Wohnung behielten. Und: Bei der Gruppe, die von Sozialarbeitern betreut wurde, nahm das psychische Wohlbefinden signifikant zu. Einige der Teilnehmer nahmen wieder Kontakt zu Freunden und Familie auf.
Die Ergebnisse passen zu ähnlichen Studien aus anderen Ländern. Die Wissenschaftler erklärten, das Geld sei gerade genug für ein einfaches Zimmer in einer Unterkunft. Und das wiederum hilft dabei, einen Job zu bekommen.
Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
