UNO
Bericht der Weltwetterorganisation: "Klima so stark aus dem Gleichgewicht wie nie"

Das Klima ist nach einem neuen Bericht der Weltwetterorganisation stärker aus dem Gleichgewicht geraten als jemals zuvor. Die UNO-Organisation teilte in Genf mit, das Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieabgabe der Erde wachse rasant.

    Trümmer liegen vor einer Straße nach einem Zyklon, auf der ein Tuktuk unterwegs ist; im Hintergrund Palmen, abgedeckte Häuser und blauer Himmel.
    Laut Weltwetterorganisation ist das Klima aus dem Gleichgewicht. (picture alliance / AA / Gokhan Balci)
    Weiter hieß es, die Temperaturen stiegen, die Ozeane heizten sich auf, Eis und Gletscher würden schmelzen und die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nehme zu. Der Bericht bestätigt, dass 2025 eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen gewesen ist. UNO-Generalsekretär Guterres äußerte sich besorgt. Er betonte, der Planet stoße an seine Grenzen.

    Klimawissenschaftlerin: "Verzweiflung überwinden, Ausmaß begrenzen"

    Die Organisation, die Klimawissenschaft aus aller Welt auswertet, führt erstmals Daten zum Energieungleichgewicht in ihrem Bericht auf. Dabei wird erfasst, wie viel der Energie, die in Form von Sonnenlicht auf die Erde trifft, als Wärme ins All zurückgestrahlt wird. Bei einem stabilen Klima hielten sich die Energieaufnahme durch die Sonne und die Abgabe die Waage. Doch die menschengemachten Treibhausgase in der Atmosphäre seien auf ein Niveau gestiegen, das die Welt seit mindestens 800.000 Jahren nicht mehr erlebt hat. Dies behindere die Hitzeabgabe. Mehr als 91 Prozent der überschüssigen Energie würden in Ozeanen gespeichert, hieß es.
    Claire Ransom, Klimawissenschaftlerin bei der UNO-Organisation, sagte, sie habe trotz allem Hoffnung. Wenn alle dächten, man könne nichts mehr tun, würden die Emissionen weiter wachsen. "Wenn wir hingegen die Verzweiflung überwinden können, können wir das Ausmaß dieser drastischen Veränderungen begrenzen."
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.