Nordrhein-Westfalen
Bericht: Erste Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus stehen bevor

In Nordrhein-Westfalen stehen laut einem Bericht die ersten Transporte von radioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus bevor.

    In einer Lagerhalle stehen gelbe Castor-Behälter.
    Die Castor-Behälter aus Jülich sollen in das Zwischenlager in Ahaus transportiert werden. (picture alliance / dpa / Guido Kirchner)
    Nach Informationen des Westdeutschen Rundfunks soll im Laufe dieses Abends ein Spezial-Lastwagen den ersten Castor-Behälter in das rund 170 Kilometer entfernte Ziel bringen. Auch Umweltschutz-Verbände und Anti-Atomkraft-Initiativen rechnen mit dem Beginn der Transporte und kündigten Proteste an mehreren Standorten an. Behörden bestätigten die Fahrt nicht. Im Vorfeld hieß es, dies werde aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
    In Jülich lagern etwa 150 Castor-Behälter mit Brennelemente-Kugeln aus dem dortigen ehemaligen Forschungsreaktor. In Ahaus befindet sich ein Zwischenlager. Die Transporte der Behälter sind seit Jahren politisch umstritten, wurden im vergangenen Jahr aber genehmigt.
    Castor ist die Abkürzung der englischen Bezeichnung für die hochsicheren Spezialbehälter für Lagerung und Transport von radioaktiven Abfällen.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.