
+++ Bundeskanzler Merz hat den Iran scharf kritisiert und ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe gefordert.
In einer Erklärung rief der Kanzler Teheran "nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen". Der Iran müsse zudem "auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen" sowie "die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden". Darüber hinaus betonte Merz der Mitteilung zufolge, Deutschland sei nicht an den Angriffen auf den Iran beteiligt gewesen.
+++ Von der Leyen ruft nach Angriffen auf Iran zu "maximaler Zurückhaltung" auf.
"Die Entwicklungen im Iran sind höchst besorgniserregend", erklärte von der Leyen. "Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf." Nach Angaben des EU-Ratsvorsitzes werden Vertreter der EU-Mitgliedstaaten am Sonntag zu Krisengesprächen in Brüssel zusammenkommen.
+++ Trump verfolgte Angriff auf Iran von Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida aus.
"Der Präsident und sein nationales Sicherheitsteam werden die Lage den ganzen Tag über weiterhin genau beobachten", teilte die Regierungssprecherin Leavitt auf X mit. Sie bestätigte ein Telefonat zwischen Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.
+++ Demonstrationen in mehreren deutschen Städten nach Angriffen auf das iranische Regime.
Nach Angaben der Polizei zogen in Berlin am Nachmittag rund 1.600 Menschen bei einem Demonstrationszug durch die Stadt. In Frankfurt versammelten sich rund 2.000 Menschen in der Innenstadt. Dort soll es bei einer Kundgebung Berichten zufolge Applaus für die militärische Intervention der USA gegeben haben. Auch in München haben zahlreiche Menschen gegen die Führung des Irans demonstriert. In Hamburg waren nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks mehr als 5.000 Exil-Iraner auf den Straßen.
+++ Israelische Armee: Angriffe auf den Iran haben "völlig anderes Ausmaß" als 2025
Der Militäreinsatz sei "komplexer und komplizierter", erklärte Generalstabschef Samir. Die Vorbereitungen seien "kurz, aber intensiv und unglaublich gründlich" gewesen. Samir sprach von einem "beispiellosen" Militäreinsatz gegen den Iran. "Wir befinden uns in höchster Einsatzbereitschaft, sowohl defensiv als auch offensiv", sagte der General. Die Armee befinde sich in einem "bedeutenden und entscheidenden Einsatz, um die Fähigkeiten des iranischen Terrorregimes zu zerschlagen".
+++ Hisbollah: Ganze Region soll sich "Aggression" entgegenstellen
Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat alle Länder und Menschen in der Region aufgerufen, sich der "Aggression" entgegenzustellen. Die vom Iran unterstützte Miliz warnte in einer Erklärung vor "verheerenden Folgen" der Angriffe, die "ausnahmslos" jeden Menschen in der Region betreffen würden. Sie bekundete zudem ihre Solidarität mit dem Iran. Die Regierung in Beirut hatte zuvor erklärt, der Libanon wolle nicht in den Konflikt hineingezogen werden.
+++ Straße von Hormus offenbar gesperrt
Die iranischen Revolutionsgarden verbieten Schiffen laut der EU-Marinemission Aspides die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Schiffe hätten über UKW-Funk die Mitteilung erhalten, dass "keinem Schiff die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet ist", sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte. Eine offizielle Bestätigung des Irans für die Sperre liegt jedoch nicht vor. Die Meerenge ist die weltweit wichtigste Route für den Ölexport und wird für Transporte aus mehreren Förderländern genutzt.
+++ UNO beruft Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats ein.
Wie die UNO mitteilte, soll sich die für 22.00 Uhr MEZ angesetzte Sitzung mit "der Lage im Nahen Osten" befassen. Sie sei auf Drängen Frankreichs und Bahrains einberufen worden, teilte die israelische Delegation bei den Vereinten Nationen mit.
+++ Selenskyj lobt "entschlossene USA"
"Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer", teilte Selenskyj in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland erreichen. Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des "Terrorregimes zu entledigen", führte er aus. Obwohl die Ukraine den Iran nie bedroht habe, habe sich die iranische Führung entschieden, Putins Verbündeter zu sein. Russland habe gegen die Ukraine mehr als 57.000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt.
+++Der geistliche Führer des Irans Ajatollah Chamenei hat nach Worten des Außenministers Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt.
Chamenei sei "soweit ich weiß" noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News. Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ Irans Behörden rufen per SMS zum Verlassen von Teheran auf.
"Angesichts der gemeinsamen Einsätze der USA und des 'zionistischen Regimes' gegen Teheran und andere Großstädte sollten Sie, wenn möglich und Ruhe bewahrend, andere Städte ansteuern", hieß es in der SMS, die auch Journalisten der Nachrichtenagentur AFP im Iran erhielten. Schon kurz nach dem ersten Angriff stockte in Teheran der Verkehr. Vor allem die Straßen ins Umland waren rasch überfüllt, vor Bäckereien und Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Viele Geschäfte blieben ganz geschlossen. Zu Fuß waren nur noch wenige Menschen unterwegs.
+++ UNO-Generalsekretär Guterres verurteilt US-israelische Luftangriffe und Irans Reaktion
"Ich verurteile die heutige militärische Eskalation im Nahen Osten", erklärte Guterres. "Der Einsatz von Gewalt durch die USA und Israel gegen den Iran und die folgende Vergeltung des Iran in der ganzen Region untergraben internationalen Frieden und Sicherheit." Alle Länder müssten sich an das Völkerrecht halten, erklärte Guterres und forderte ein Ende der Gewalt: "Ich rufe auf zu einer sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen und zu einer Deeskalation."
+++ Lufthansa und weitere Airlines annullieren Flüge in die Region.
Bis zum 7. März würden alle Flüge nach Tel Aviv in Israel, in Irans Hauptstadt Teheran, Libanons Hauptstadt Beirut, Jordaniens Hauptstadt Amman und Erbil im Irak annulliert, teilte unter anderem die Lufthansa mit. Bis dahin würden die Lufträume dieser Länder nicht genutzt. Mehrere Staaten schlossen ihre Lufträume zumindest begrenzt. Zusätzlich würden alle Flüge von und nach Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen, hieß es weiter. Außerdem hat die Bundesregierung die Reisehinweise für die gesamte Region verschärft.
+++ Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen ist Berichten zufolge der Amtssitz des geistlichen Führers Ajatollah Chamenei bombardiert worden.
Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als "Beyt" bekannten Hochsicherheitsbereichs in der Hauptstadt Teheran. Auch Bewohner in Teheran berichteten davon. Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, ist unklar. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt.
+++ Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat die Angriffe auf sein Land scharf verurteilt.
Es handele sich um einen Krieg, der "völlig unprovoziert, illegal und unrechtmäßig" sei, schrieb der Minister auf X. «Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen", fügte er hinzu. Außerdem erteilte der Außenminister den Hoffnungen von US-Präsident Trump auf einen Sturz der Regierung in Teheran eine Absage. Dies sei eine "Mission Impossible", sagt der Minister. Aktuell gebe es keinen direkten Draht nach Washington, der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für Verhandlungen sei jedoch ein Ende der Angriffe. "Wenn die USA reden wollen, wissen sie, wie sie uns erreichen können."
+++ Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 70 Schülerinnen ums Leben gekommen.
Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichteten Staatsmedien. Rund 90 weitere Schülerinnen seien verletzt worden. "Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben zu Opferzahlen nicht.
+++ Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit einer zweiten Raketenwelle auf Israel begonnen.
Erneut seien ballistische Raketen auf die "besetzten Gebiete" gefeuert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt. Irans reguläre Armee teilte unterdessen mit, Dutzende Kampfdrohnen in Richtung Israel geschickt zu haben. «Diese Operation wird bis zur vollständigen Bestrafung der aggressiven Feinde fortgesetzt werden», hieß es in der Mitteilung, die iranische Staatsmedien verbreiteten.
+++ Angesichts der Eskalation im Nahen Osten hat der französische Präsident Macron eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats verlangt.
Die gegenwärtige Entwicklung sei gefährlich und müsse gestoppt werden, sagte Macron. Die iranische Führung müsse nun in ernsthafte Verhandlungen über ihr Atom- und Raketenprogramm eintreten. Die Bevölkerung müsse frei über ihre Zukunft entscheiden. Auch die britische Regierung erklärte, es dürfe keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt geben. Spaniens Regierungschef Sanchez kritisierte die Angriffe der USA und Israels. Diese trügen zu einer unsichereren und feindseligeren Weltordnung bei.
+++ Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hardt, hat sich für eine Unterstützung Israels durch die Bundesregierung ausgesprochen.
Hardt sagte im Deutschlandfunk, für den Fall, dass Israel durch iranische Gegenschläge in Bedrängnis komme, müsse Deutschland Israel unterstützen. Das sei die oberste Erwartung an die Bundesregierung. Er gehe davon aus, dass die Europäische Union im Laufe des Tages eine gemeinsame Position formulieren werde, sagte der CDU-Politiker weiter.
+++ Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz warnt nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran vor einer gefährlichen Kettenreaktion.
Die militärische Eskalation könne für die Zivilbevölkerung in der Region verheerende Folgen haben, erklärte die Präsidentin der Hilfsorganisation, Spoljaric, in Genf. Nachdrücklich mahnte sie die Einhaltung der Kriegsregeln und des humanitären Völkerrechts an. Dies sei eine Verpflichtung und keine Option. Zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Wohnhäuser und Schulen müssten von Angriffen verschont bleiben. Medizinisches Personal und Ersthelfer müssten ihre Arbeit sicher ausführen können.
+++ Nach Einschätzung unserer Deutschlandfunk-Korrespondentin in den USA, Anne Raith, ist die US-Öffentlichkeit vom Ausmaß des Angriffs überrascht.
Viele Menschen hätten mit gezielten Schlägen gerechnet, um den Iran am Verhandlungstisch zu Ergebnissen zu bringen. Aktuell sehe es aber so aus, das dies kein kurzer, begrenzter Angriff sei. Schließlich habe US-Präsident Trump in seiner Videobotschaft große Kampfhandlungen angekündigt und die amerikanische Bevölkerung darauf eingestellt, dass dabei auch US-amerikanische Soldaten getötet werden könnten. Das haben man so von ihm zuvor noch nicht gehört.
Der Deutschlandfunk berichtet in seinem laufenden Programm und in weiteren Sondersendungen über die Ereignisse. Die Sondersendung von 12Uhr können Sie hier nachhören.
+++ Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 40 Schülerinnen ums Leben gekommen.
Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan unweit der Küste am Persischen Golf, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur. Die Schule sei ein direktes Ziel des Angriffs gewesen. Die Rettungsarbeiten seien im Gang. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
+++ Die Spitzen der Europäischen Union haben alle Beteiligten der Angriffe im Nahen Osten zu maximaler Zurückhaltung aufgefordert.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa sagten in einer gemeinsamen Erklärung, die Entwicklungen seien äußerst besorgniserregend. Alle Parteien müssten Zivilisten schützen und das Völkerrecht achten. Die EU werde zudem alle nötigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger in der Region zu unterstützen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas hatte zuvor erklärt, die EU-Marine-Mission "Aspides" im Roten Meer befinde sich in hoher Alarmbereitschaft und stehe bereit, den Seeweg in der Region offen zu halten.
+++ Die USA und Israel versuchen mit ihren Angriffen offenbar auch einen Regimewechsel im Iran voranzutreiben.
Ein Vertreter der israelischen Regierung sagte, die Angriffe richteten sich gezielt gegen den obersten Führer des Landes, Chamenei, und gegen Präsident Peseschkian. US-Präsident Trump hatte in seiner Videoansprache zuvor die Menschen im Iran ausdrücklich dazu aufgerufen, die Macht zu übernehmen. An das iranische Volk gewandt sagte er: "Eure Zeit für die Freiheit ist gekommen." Wenn die USA mit ihrem Einsatz fertig seien, sollten die Menschen die Chance ergreifen. Die Gelegenheit werde nicht so schnell wiederkommen.
+++ Mehrere arabische Golfstaaten sind nach eigenen Angaben Ziel iranischer Raketenangriffe geworden.
In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde staatlichen Medien zufolge ein Mensch getötet. Kuwait, Katar, die Emirate und Jordanien teilen mit, iranische Raketen abgefangen zu haben. In Bahrain wurde nach Behördenangaben ein Servicezentrum der Fünften US-Flotte getroffen. Die iranischen Revolutionsgarden erklären, die Operation werde unerbittlich fortgesetzt.
+++ Die Bundesregierung beruft den Krisenstab ein.
Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte, wurde das Treffen für 12 Uhr angesetzt. Das Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. Außenminister Wadephul sagte, man beobachte die aktuelle Situation genau.
+++ Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs zum Gegenschlag ausgeholt.
Es seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von einer "Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners", wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging.
+++ Zahlreiche Fluggesellschaften haben aufgrund der Angriffe Flüge in den Nahen Osten abgesagt.
Ein Sprecher der Lufthansa sagte, der Flugverkehr von und nach Dubai sei heute und morgen unterbrochen. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen. Ähnlich reagieren Fluggesellschaften wie Virgin Atlantic, Air Arabia und Wizz Air. Momentan ist der Luftraum über Israel, dem Iran und dem Irak ohnehin für den zivilen Luftverkehr geschlossen.
+++ Die USA beteiligen sich an dem Angriff auf den Iran.
Das bestätigte US-Präsident Trump in einer Videobotschaft. Er sagte, das US-Militär habe einen "großen Kampfeinsatz" im Iran begonnen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen bauen könne. Man werde sowohl die Raketen als auch die Raketenindustrie des Landes zerstören. Gleichzeitig forderte Trump die Menschen im Iran dazu auf, die derzeitige Regierung zu stürzen.
+++ Israel hat Luftangriffe gegen den Iran gestartet.
Israels Verteidigungsminister Katz sprach von einem "Präventivschlag", um Bedrohungen für Israel zu beseitigen. Weitere Einzelheiten gab der Minister zunächst nicht bekannt.
Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
