Fußball-WM
Beschwerde gegen FIFA wegen hoher Ticketpreise

Wegen hoher WM-Ticketpreise haben die europäische Verbraucherorganisation Euroconsumers und die Vereinigung Football Supporters Europe bei der EU-Kommission Beschwerde gegen den Weltverband FIFA eingelegt. In einer Pressemitteilung heißt es, die FIFA missbrauche ihre Monopol-Stellung, um Fans überhöhte Preise und unfaire Bedingungen aufzuzwingen. 

    Das Logo der WM 2026 - der Weltmeisterpokal über den zwei großen Ziffern 2 und 6.
    Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, in Kanada und Mexiko statt. (picture alliance / empics)
    Eine Kommissionssprecherin bestätigte, dass die Beschwerde geprüft wird. Falls ein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht festgestellt wird, kann die Kommission die FIFA auffordern, den Verstoß abzustellen. Eine zeitliche Vorgabe für die Prüfung von Beschwerden gibt es nicht.

    WM-Finale kostet ab 4.000 Dollar

    Die Ticketpreise für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sind im Vergleich zur vorherigen Weltmeisterschaft in Katar deutlich gestiegen. Die billigste Karte für das Finale kostet 4.000 Dollar. Fanorganisationen hatten dies heftig kritisiert. Euroconsumers erklärte, der Besuch der WM 2026 sei für die meisten Fans finanziell unerschwinglich geworden.
    FIFA-Präsident Infantino hatte die hohen Preise verteidigt und darauf verwiesen, dass die daraus generierten Einnahmen dem Fußballsport zugutekämen. Für eine geringe Anzahl von Karten hatte der Weltverband zudem Mitte Dezember einen Sonderpreis von 60 Dollar eingeführt.
    Trotz der massiven Kritik an den Preisen ist das Interesse an den WM-Tickets groß. In der jüngsten Verkaufsphase hat es nach Angaben der FIFA mehr als eine halbe Milliarde Ticketanfragen gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.