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StartseiteSport am Wochenende"Selbst ein WM-Titel hätte nichts verändert"17.12.2017

Bilanz der Frauen-Handball-WM"Selbst ein WM-Titel hätte nichts verändert"

Frankreich ist neuer Handball-Weltmeister. Die deutschen Frauen schieden bei der Heim-WM bereits im Achtelfinale aus. Handball-Experte Erik Eggers sieht die Probleme im deutschen Frauen-Handball hauptsächlich in der Professionalisierung und Vermarktung.

Erik Eggers im Gespräch mit Klaas Reese

Die norwegischen Spielerinnen feiern bei der Handball-WM der Frauen ihren Einzug in das Endspiel. (imago sportfotodienst)
Die norwegischen Spielerinnen feiern bei der Handball-WM der Frauen ihren Einzug in das Endspiel. (imago sportfotodienst)
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Aus Sicht der Veranstalter sei die Weltmeisterschaft ein voller Erfolg. Im Vergleich zur letzten WM in Dänemark seien die Zuschauerzahlen doppelt so hoch gewesen. "Man hätte sicherlich mehr in Werbeaktionen investieren können", meint Erik Eggers, aber insgesamt habe die Organisation des Tuniers überzeugt.

Die deutschen Handball-Frauen hätten ihre Chance bei der Heim-WM nicht genutzt. Aber selbst ein Weltmeistertitel hätte wohl am Gesamtzustand des deutschen Frauen-Handballs nicht viel verändert, so der langjährige Handballbeobachter. Hierzulande bleibe dieser weiterhin eine Nischensportart.

Deutschlands Svenja Huber (l.) und Friederike Gubernatis freuen sich über den Sieg gegen Südkorea bei der Handball-WM in Leipzig.  (dpa / Hendrik Schmidt)Deutschlands Svenja Huber (l.) und Friederike Gubernatis freuen sich über den Sieg gegen Südkorea (dpa / Hendrik Schmidt)

Norwegen sei da viel weiter. "In Norwegen spielen Vollprofis und werden auch als Vollprofis vom Verband begleitet", erklärt Eggers den Unterschied zu den deutschen Frauen.

Die "Ladies" würden vom Deutschen Handballbund nicht ordentlich vermarktet. Allerdings sei der norwegische Handballbund finanziell auch einfach besser ausgestattet und die Möglichkeiten in Deutschland begrenzt.

Für die Zukunft müsse der Blick auf die Mitgliedergewinnung gerichtet werden. Dafür müsse an der Basis und bei den Landesverbänden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dies sei viel wichtiger als ein Erfolg bei einer Weltmeisterschaft.

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