Samstag, 04. Dezember 2021

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BildungsföderalismusBrauchen wir ein Ende der Bildungs-Kleinstaaterei?

16 unterschiedliche Systeme, kaum vergleichbare Prüfungen und Abschlüsse - Bildungschancen hängen in Deutschland auch vom Bundesland ab. Ein Nationaler Bildungsrat sollte mehr Vergleichbarkeit schaffen, ist jedoch gescheitert. Braucht es nun eine grundsätzliche Reform des Bildungsföderalismus?

Moderation: Manfred Götzke | 04.01.2020

Ein leeres Klassenzimmer in der Carl-Humann-Schule in der Scherenbergstraße in Berlin-Prenzlauer Berg.
Brauchen wir mehr oder weniger Föderalismus in der Bildungspolitik? (Fabian Sommer /dpa)
Mit mehr Einfluss von Bund, Gesellschaft und Wissenschaft sollte ein Nationaler Bildungsrat für gleichwertigere Bildungsverhältnisse in Deutschland sorgen - so hat es die GroKo noch 2018 beschlossen. Doch bevor das Gremium überhaupt gegründet wurde, sind Bayern und Baden-Württemberg Ende des Jahres ausgestiegen.
Zwar wollen die Kultusminister nun eine Art Bildungsrat light gründen, doch Kritiker befürchten, dass der wohl kaum etwas bewirken dürfte. Unter andrem die FDP fordert deshalb eine grundsätzliche Reform des Bildungsföderalismus. Dass sich etwas in der deutschen Schulpolitik ändern muss, hat zuletzt das mäßige Abschneiden der deutschen Schüler beim PISA-Test gezeigt.
Ein Junge steht an einer Tafel im leeren Klassenraum.
Kultusminister ringen weiter um Bildungsrat
Um den Bildungsrat hatte es zuletzt heftigen Streit gegeben, nachdem Bayern und Baden-Württemberg aus dem Projekt ausgestiegen waren. Die beiden Länder fürchten einen Eingriff des Bundes in die Bildungshoheit der Länder. Der Grundsatzstreit geht weiter.
Campus & Karriere fragt: Brauchen wir mehr oder weniger Föderalismus in der Bildungspolitik? Ist eine grundsätzliche Reform wie etwa von der FDP gefordert nötig? Welche Rolle kann der "wissenschaftliche Beirat" spielen, den die Länder nun planen? Warum fällt es den Ländern so schwer, sich verbindlich auf einheitliche Standards zu einigen – etwa beim Abitur?
Gesprächsgäste:
  • Bettina Martin, Kultusministerin in Mecklenburg-Vorpommern (SPD)
  • Michael Piazolo, Kultusminister in Bayern (FW)
  • Robert Rauh, Lehrer und Föderalismus-Kritiker
  • Jens Brandburg, Sprecher für Studium und berufliche Bildung der FDP-Fraktion
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