
Die Verletzten werden in auf Brandwunden spezialisierten Kliniken in Genf und Lausanne, aber auch im Ausland behandelt, einige in Deutschland. Auch Italien und Polen haben Hilfe angeboten. Viele der Opfer haben nach Angaben von Ärzten nicht nur äußere, sondern auch innere Verbrennungen erlitten. Die Behandlung dürfte oft Monate dauern.
Nach Angaben der Behörden sind die meisten der Opfer Schweizer Staatsbürger, insgesamt 25 kommen aus Frankreich und Italien. Ob sich Deutsche unter den Opfern befinden, ist weiter unklar. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, kann es Tage dauern, bis die Namen aller Opfer festgestellt sind. Experten nutzten dafür auch Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich "100-prozentig sicher" sein, bevor man die Familien informiere, hieß es weiter.
Tischfeuerwerk setzte Decke in Brand
Unterdessen scheint die Ursache für das Unglück geklärt. Generalstaatsanwältin Pilloud sagte bei einer Pressekonferenz, für ein Tischfeuerwerk seien Wunderkerzen auf Champagnerflaschen befestigt worden. Sie seien zu nah an die Decke der Bar gekommen, woraufhin diese Feuer gefangen habe. Nun werde geprüft. ob die Brandschutzvorschriften in der Bar eingehalten wurden. Der Brand war während einer Silvesterfeier in den frühen Morgenstunden ausgebrochen.
Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.
Internationale Anteilnahme
Der Fall löste international Bestürzung aus. Bundeskanzler Merz, Frankreichs Präsident Macron, Österreichs Kanzler Stocker und die italienische Ministerpräsidentin Meloni drückten ihr Mitgefühl aus. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die deutsche Botschaft stehe mit den Schweizer Behörden in engem Kontakt.
Merz schrieb in einem Kondolenztelegramm an den Schweizer Bundespräsidenten Parmelin, "ich möchte Ihnen, dem schweizerischen Volk und den betroffenen Familien mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind."
Parmelin sprach von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte seines Landes. "Wir sind bestürzt." Er bedankte sich für das Engagement der Rettungskräfte und die Solidarität der Öffentlichkeit.
Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




