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StartseiteCorsoDas Universalgenie des Pop15.05.2018

Brian Eno wird 70Das Universalgenie des Pop

Brian Eno schrieb "Musik für Flughäfen", erfand den Vierklang der Microsoft-Programme, spielte bei Roxy Music, arbeitete mit U2 und den Talking Heads und ist bis heute ein neugieriger Klangtüftler. Nun wird er 70. Enos Herangehensweise an Musik sei philosophisch, sagte Produzent Franz Plasa im Dlf.

Franz Plasa im Corsogespräch mit Susanne Luerweg

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Der Musiker und Klangkünstler Brian Eno bei der Vorstellung der Installation "Empty Formalism" im Martin-Gropius-Bau.  (picture alliance / Jörg Carstensen)
Brian Eno im Museum: Der Brite kommt aus der bildenden Kunst und sieht sich selbst nicht als Musiker (picture alliance / Jörg Carstensen)
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Brian Eno war Mitbegründer von Roxy Music, produzierte Coldplay und hat maßgeblich zum Erfolg von David Bowie beigetragen. Er gilt als Erfinder der Ambient Music, Wegbereiter des Glamrock und Erfolgsvater von U2. Ohne ihn sind viele Musikrichtungen nicht denkbar. Sein Album "Music for Airports" schrieb Eno, als er entsetzt über den Sound am Flughafen Köln-Bonn war. Den Klingeton für "Microsoft 95" komponierte er auf einem Apple-Rechner.

Erfolg durch Distanz zum Business

Für David Bowie sei Eno "ein Hohepriester" gewesen, sagte Produzent Franz Plasa im Deutschlandfunk: "Er hat Menschen dazu gebracht, etwas anderes zu machen als Musik. Das hat fast etwas Esoterisches." Enos Herangehensweise an Musik sei eher philosophisch, erklärte der Hamburger Produzent. "Er ist ein Vibemaster, kein Musiker. Sein Erfolg gründet sich auf seine Distanz zum Business", meinte Plasa. Denn Eno komme aus der bildenden Kunst - und sehe sich selbst nicht als Musiker.

Er selbst habe Eno erst spät entdeckt, halte ihn jetzt aber für einen der wichtigsten noch lebenden Produzenten. "Heutzutage sehe ich nur Childish Gambino, der in seine Fußstapfen treten könnte", sagte Franz Plasa.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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