Zweitägiger EU-Gipfel
Bulgarien kündigt Veto gegen Russland-Sanktionen an

In Brüssel sind die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Gleich zum Auftakt kündigte Bulgariens neuer Ministerpräsident Radew ein Veto gegen ein weiteres Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland an.

    EU-Ratspräsident Costa, Präsident Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gehen nebeneinander über einen roten Teppich.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj mit EU-Ratspräsident Costa und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Zur Begründung erklärte er, die geplanten Strafmaßnahmen könnten sich negativ auf die bulgarische Wirtschaft auswirken. Weiteres Thema des zweitägigen Treffens sind Maßnahmen gegen das Handelsungleichgewicht mit China. Die EU wirft Peking eine Wettbewerbsverzerrung vor, indem es Unternehmen mit massiven Staatshilfen fördere und ihnen dadurch einen Vorteil gegenüber europäischen Firmen verschaffe. EU-Handelskommissar Sefcovic forderte im Vorfeld einen Neustart der Handelsbeziehungen mit China.
    Außerdem beraten die 27 Mitgliedsstaaten über den Haushalt der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034. Der jüngste Vorschlag der zyprischen Ratspräsidentschaft sieht ein Budget von rund 1,8 Billionen Euro vor. Deutschland, die Niederlande und andere Länder verlangen erhebliche Kürzungen.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.