Interview der Woche
Bundesjustizministerin Hubig kündigt Gesetzentwurf zum "Catcalling" vor der Sommerpause an

Bundesjustizministerin Hubig will noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf zu Strafen bei verbaler sexueller Belästigung vorlegen.

    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) spricht und gestikuliert.
    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (Archivbild) (IMAGO / / Florian Gaertner)
    Im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks sagte die SPD-Politikerin, für sie gelte zwar nach wie vor der Satz, dass nicht alles, was eine Schweinerei sei, auch strafbar sein müsse. Beim sogenannten Catcalling handele es sich jedoch um eine massive sexuelle verbale Belästigung und nicht um schiefgelaufene Komplimente. Dabei geht es Hubig zufolge darum, Frauen herabzuwürdigen, zu demütigen und zu Objekten zu machen.
    Die Justizministerin verteidigte zudem die Pläne, das Filmen von bekleideten Körperteilen wie Po oder Busen mit sexueller Absicht unter Strafe zu stellen. Dies ist Teil eines Gesetzentwurfs, der auch sogenannte sexualisierte Deepfakes unter Strafe stellen soll. Als Deepfakes werden täuschend echte Bilder, Videos und Audioaufnahmen bezeichnet, die mit Künstlicher Intelligenz generiert oder manipuliert wurden.
    Diese Nachricht wurde am 10.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.