Katholikentag
Bundeskanzler Merz räumt Probleme bei der Kommunikation ein

Bundeskanzler Merz hat angekündigt, seine Kommunikation zu verbessern. Bei einer Fragestunde mit Jugendlichen auf dem Deutschen Katholikentag erklärte Merz, er beschäftige sich immer intensiver mit der Frage, woran es liege, dass es ihm offensichtlich nicht gelinge, die Menschen im Land genügend zu erreichen und zu überzeugen.

    Bundeskanzler Merz sitzt mit einem Mikrofon in der Hand auf der Bühne des Deutschen Katholikentags in Würzburg.
    Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich beim 104. Deutschen Katholikentag den Fragen junger Menschen (picture alliance / Sven Hoppe)
    Angesprochen auf die Ängste und Sorgen vieler Jugendlicher sagte Merz, er versuche den Menschen die Angst vor der Zukunft zu nehmen. Er müsse allerdings an seiner Kommunikation arbeiten, damit diese Botschaft besser verstanden werde.
    Selbstkritisch äußerte sich Merz auch mit Blick auf die Zusammenarbeit in der Koalition. Zur Demokratie gehöre auch Streit. Möglicherweise gebe es aber innerhalb der Regierung zu viel Streit und zu wenig Ergebnisse. Man müsse nun beweisen, dass man in der politischen Mitte in der Lage sei, Lösungen zu finden.

    Merz fordert mehr politisches Engagement

    Merz rief die jungen Menschen in Deutschland zu mehr politischem Engagement auf, etwa in Ortsvereinen von Parteien. Auf der kommunalen Ebene gestalte man die Bedingungen des Zusammenlebens. An dieser Stelle brauche es mehr Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in der ganzen Breite der Themen einbrächten.
    Laut dem ARD-Deutschlandtrend von vergangener Woche sind ein Jahr nach ihrem Start nur noch 13 Prozent mit der Bundesregierung zufrieden. Die Zufriedenheitswerte von Merz seien in seinem ersten Kanzlerjahr stark gesunken und liegen nur noch bei 16 Prozent. 

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    Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.