Humanitäre Hilfe
Bundeskanzler Merz warnt anlässlich der Sudan-Konferenz vor "größter humanitärer Krise der Gegenwart"

In Berlin findet heute die dritte internationale Konferenz für das Bürgerkriegsland Sudan statt.

    Eine sudanesische Geflüchtete mit Kopftuch trägt Säcke mit Nahrungsmitteln auf dem Kopf.
    Millionen Menschen im Sudan sind auf der Flucht. (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Marwan Ali)
    In diesem Rahmen kommen Außenminister und zivile Akteure zusammen. Außerdem findet eine Geber-Konferenz statt. Kanzler Merz bezeichnete die Lage im Sudan als größte humanitäre Krise der Gegenwart. Mehr als 20 Millionen Menschen seien von Hunger bedroht. Merz betonte, Deutschland unterstütze die Bemühungen um einen Waffenstillstand. Der Obmann für Menschenrechte der Grünen im Bundestag, Mijatovic, forderte im Deutschlandfunk, die Zivilbevölkerung vor Angriffen zu schützen. Der Leiter des Berliner Büros des UNO-Welternährungsprogramms, Frick, sprach sich für eine bessere Finanzierung aus, um die Menschen unterstützen zu können.
    Seit drei Jahren gibt es im Sudan Kämpfe zwischen der regulären Armee und paramilitärischen Kräften. Laut Schätzungen wurden bisher Zehntausende Menschen getötet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 33 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 15.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.