Gesundheitsminister-Konferenz
Bundesländer wollen auf Verbot von Nikotinbeuteln im Tabakrecht hinwirken

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen auf ein Verbot von Nikotinbeuteln im Tabakrecht hinwirken.

    Eine junge Frau legt sich einen Nikotinbeutel an ihr Zahnfleisch.
    Nikotinbeutel, sogenanntes Pouches, sind vor allem bei Jugendlichen beliebt. (Imago / NTB / Imago / Annika Byrde)
    Die einhellige Zustimmung aller sei ein starkes Signal für die gemeinsame Entschlossenheit beim Jugendschutz, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Staatsekretärin Grimm nach den zweitägigen Beratungen mit. Derzeit seien tabakfreie Nikotinbeutel im Internet für Kinder und Jugendliche frei verfügbar. In bunten Farben und mit Geschmacksrichtungen wie Pfirsich oder Piña Colada versprächen diese Produkte einen erstrebenswerten Lifestyle. Dabei verbärgen sie aber die gesundheitlichen Risiken dieser Beutel. Der Nikotingehalt liege oft deutlich über dem herkömmlicher Tabakprodukte, so Grimm. Nikotinbeutel ohne Tabak fallen gegenwärtig unter das Lebensmittelrecht. Diese Einordnung wird schon seit Längerem von Experten beklagt, vor allem im Hinblick auf den Online-Handel und die Kontrolle von Verkaufsstellen. Nikotinbeutel werden zwischen Backe und Zähne geklemmt.
    Auch E-Zigaretten, sogenannte Vapes, beschäftigten die Minister. Hessens Ressortchefin Stolz, CDU, hatte gestern erklärt, man beobachte mit Sorge, dass immer mehr junge Menschen zu Produkten griffen, die als gesunde Alternativen zum Rauchen angesehen würden.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.