Hochwasser-Katastrophe
Bundespräsident Steinmeier würdigt Solidarität nach Ahrtalflut

Am fünften Jahrestag der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat Bundespräsident Steinmeier an die Opfer erinnert. Zudem würdigte er den Zusammenhalt und die Solidarität in der Gesellschaft.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legt in der Kapelle des Friedhofs in Ahrweiler einen Kranz für die Opfer der Flutkatastrophe nieder.
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legt in der Kapelle des Friedhofs in Ahrweiler einen Kranz für die Opfer der Flutkatastrophe nieder. (Boris Roessler / dpa-Pool / dpa / Boris Roessler)
    Steinmeier sprach in Altenahr mit Betroffenen und besuchte auch die Fotoausstellung "We Ahr strong". Die Bilder erinnerten nicht nur an einen Ort der Katastrophe, sondern auch an einen Ort, der ein beeindruckendes Maß an Solidarität erfahren habe, sagte der Bundespräsident. Menschen aus nah und fern seien nach der zerstörerischen Flut gekommen, um zu helfen: Sie hätten Schutt weggeräumt, Häuser vom Schlamm gereinigt und sie wieder bewohnbar gemacht. "Dieser Tag ist auch ein Auftrag an uns alle, mit unseren Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass Hochwasserkatastrophen mit den Folgen, wie wir sie hier erlebt haben, sich möglicht nicht wiederholen", so Steinmeier.

    Schnieder: "Dem Schmerz Raum geben"

    Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder betonte, hinter jeder Opferzahl stehe auch das Schicksal eines Menschen und einer Familie. Das Gedenken und Erinnern sei wichtig, um dem Schmerz Raum zu geben.
    Auch Bundeskanzler Merz wird am Abend im Ahrtal erwartet.
    Die Flut in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte. Zu den 184 Toten kommen mehr als 800 zum Teil schwer verletzte Menschen und Schäden in Höhe von rund 18 Milliarden Euro.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.