
+++ Die israelische Armee hat im Iran auch Stellungen der Basidsch-Milizen angegriffen.
Ein Sprecher der israelischen Armee teilte mit, es seien Dutzende Stützpunkte der Basidsch-Kräfte bombardiert worden. Die Stützpunkte der Milizen seien von der iranischen Führung dazu genutzt worden, ihre Stabilität zu sichern und die Kontrolle über verschiedene Landesteile aufrechtzuerhalten. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im Iran bekannt.
+++ Die Sicherheitslage hat sich nach Angaben von Bundesinnenminister Dobrindt durch den Iran-Krieg nicht wesentlich verändert.
Deutschland sei weiterhin einer "abstrakten Gefährdung" ausgesetzt, sagte der CSU-Politiker dem ZDF. Den Behörden seien keine konkreten Anschlagspläne bekannt. Die Nachrichtendienste arbeiteten eng zusammen.
+++ Die Bundesregierung beginnt heute ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere.
Nach Angaben von Bundesaußenminister Wadephul wurde ein erster Charterflug der Lufthansa vom Oman aus organisiert. Derzeit sitzen mehr als 30.000 deutsche Touristen in der Region fest. Gestern waren erste Urlauber aus der Golfregion nach Deutschland zurückgekehrt. In Frankfurt am Main landete eine Linienmaschine aus Dubai. Später starteten weitere Flüge aus den ebenfalls vom Iran beschossenen Vereinigten Arabischen Emiraten.
+++ Im Iran ist einem Bericht zufolge der Sohn des getöteten geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei, Modschtaba Chamenei, Favorit für dessen Nachfolge.
Wie die "New York Times" berichtet, gab es in einem Expertenrat einflussreicher Geistlicher weitgehende Einigkeit darüber, seine Ernennung zu verkünden. Es habe bei einem virtuellen Treffen des Gremiums aber auch zurückhaltende Stimmen gegeben, die darauf verwiesen hätten, dass man Modschtaba Chamenei damit zur Zielscheibe für die USA und Israel machen würde. Die Zeitung beruft sich auf drei iranische Offizielle, die mit den Beratungen vertraut seien. Ajatollah Ali Chamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden.
+++ Die US-Armee hat eine erste Zwischenbilanz ihrer Angriffe gegen den Iran gezogen.
Der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten, Admiral Cooper, erklärte in einem auf X veröffentlichten Video, bislang seien fast 2.000 Ziele im Iran attackiert und unter anderem ballistische Raketen, Abschussvorrichtungen und Drohnen getroffen worden. Die Armee habe auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört, darunter ein U-Boot. Cooper sagte, derzeit gebe es kein einziges iranisches Schiff mehr im Persischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman. Ziel sei, die gesamte iranische Marine zu versenken.
+++ Dutzende Anhänger der venezolanischen Regierung sind in der Hauptstadt Caracas in Solidarität mit der iranischen Führung marschiert.
Sie haben damit ihre Trauer um den Tod des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bekundet, der bei den US-israelischen Angriffen auf den Iran getötet wurde. Die Demonstranten trugen T-Shirts mit dem Foto des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, der bei einem US-Einsatz Anfang Januar festgenommen wurde. Maduro galt als Verbündeter Teherans.
+++ Der Iran-Krieg hat nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) vorerst keine unmittelbaren Folgen für die wirtschaftliche Lage.
Das Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Verbandes, Niedermark, sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Krieg habe zwar die Weltmarktpreise für Rohöl und Gas merklich erhöht. Dies könne grundsätzlich auch in Deutschland preiserhöhend wirken, werde die konjunkturelle Erholung jedoch voraussichtlich nicht gefährden. Bei der Öl‑ und Gasversorgung würden keine unmittelbaren Engpässe erwartet.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
