Importausfälle und andere Krisen
Bundeswirtschaftsministerium plant strategische Gasreserve

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Plan zum Aufbau einer strategischen Gasreserve ausgearbeitet. Demnach soll die Gasversorgung in außergewöhnlichen Krisen abgesichert werden. Als Beispiel werden - vor dem Hintergrund des Iran-Krieges - plötzliche Importausfälle genannt.

    Aufnahme aus dem Gasspeicher Haidach: Ein Rohr mit Aufschrift "Erdgas"
    Eine neue Gasreserve-Strategie wurde ausgearbeitet (Archivbild). (picture alliance / Sven Simon / Frank Hoermann)
    Den Angaben zufolge ist die Gasreserve als Ergänzung gedacht und - Zitat - "strikt vom Markt getrennt". Die Absicherung der Versorgung im Winter bleibe dagegen weiterhin Aufgabe der Marktakteure, also der Händler und Lieferanten.
    Die neue Reserve umfasst laut den Regierungskreisen etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazitäten. Das Beschaffen des Gases wird demnach über mehrere Jahre gestreckt. Eine erste Befüllung ist für Sommer 2027 geplant. Die Reserve soll den Angaben zufolge nicht aus dem Bundeshaushalt finanziert werden, sondern über eine Umlage. Die Entscheidung über den Einsatz der Reserve liegt bei der Bundesnetzagentur.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.