Mittwoch, 21. Februar 2024

Nahost-Krieg
Cameron sieht Lage in Rafah mit Sorge

Der britische Außenminister Cameron hat sich angesichts der Pläne für eine israelische Bodenoffensive besorgt über die Lage in Rafah im Süden des Gazastreifens geäußert.

12.02.2024
    Der neue britische Außenminister Cameron in der Downing Street. Er spricht.
    Der britische Außenminister Cameron sieht die Lage in Rafah mit Sorge. (AP / James Manning)
    Cameron sagte, viele Menschen, die sich dort befänden, seien schon mehrere Male geflohen und könnten nirgendwo mehr hin. Darum sollte Israel ernsthaft nachdenken, bevor es weitere Schritte unternehme. In Rafah befinden sich inzwischen mehr als eine Million Menschen, die aus anderen Teilen des Gazastreifens vor den Angriffen der israelischen Armee auf die Terrororganisation Hamas geflohen sind.
    Großbritannien verhängte nach Angaben von Cameron zugleich Sanktionen gegen vier extremistische israelische Siedler im Westjordanland. Der Außenminister erklärte, ihnen würden Menschenrechtsverstöße gegen Palästinenser in dem Gebiet vorgeworfen. Zuvor hatten bereits die USA ähnliche Sanktionen beschlossen. Beide Länder, aber auch die EU haben mehrfach an Israel appelliert, mehr gegen die Gewalt der radikalen Siedler zu unternehmen.
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.