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Startseite@mediasresOpfer einer Rufmordkampagne?14.08.2017

Carsten MaschmeyerOpfer einer Rufmordkampagne?

Hat Stefan Schabirowsky Journalisten getäuscht, um Carsten Maschmeyer in Verruf zu bringen? Das behauptet der Whistleblower selbst. Er war als Controller bei Maschmeyers Finanzdienstleister AWD von der Konkurrenz angestiftet worden. NDR-Reporter Kristopher Sell sagte im Dlf: Verrat, der auf niedrigen Motiven beruhe, ändere nichts am Wahrheitsgehalt der Recherchen.

Kristopher Sell im Gespräch mit Henning Hübert

Schlagzeile mit Abbildungen Carsten Maschmeyer und Ehefrau Veronica Ferres: "Milliarden-Krimi um Maschmeyer. Schmutz, Verrat, Intrigen" (Stefan Koldehoff)
Bild schreibt: Rufmordkampagne (Stefan Koldehoff)

Kristopher Sell hatte für den NDR den Fall Maschmeyer vor einigen Jahren recherchiert. Stefan Schabirowsky sei keineswegs der Kronzeuge für die Recherchen gewesen, als der er sich jetzt darstelle: "Er war nicht der wichtigste AWD-Mitarbeiter von denen, die auf uns zugekommen sind." Alle Aussagen seien zudem geprüft und gegengecheckt worden.

Nun werde, unter anderem in der Bild-Zeitung, suggeriert, ein einziger fremdgesteuerter Informant sei in der Lage gewesen, das Lebenswerk Carsten Maschmeyers zu zerstören. Das sei, so Kristopher Sell, reine Buch-PR, die die journalistischen Recherchen in Misskredit brächte. Aber: "Nach wie vor sind tausende Kleinanleger um ihre Ersparnisse gebracht worden." Verrat, der auf niedrigen Motiven beruhe, ändere nichts am Wahrheitsgehalt der Recherchen.

Natürlich sei es Spekulation, aber dass vor allem die Bild-Zeitung nun die angebliche "Rufmordkampagne" thematisiere, könne auch an der engen Verbindung des Blattes zu Carsten Maschmeyer liegen. Regelmäßig spende dieser für die Bild-Aktion "Ein Herz für Kinder".

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