Bundeswehr
CDU-Frauen wollen Frauen zum Ausfüllen des Wehrdienst-Fragebogens verpflichten - Kritik aus der SPD

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Wegge, hat sich dagegen ausgesprochen, auch Frauen zum Ausfüllen des neuen Wehrdienst-Fragebogens zu verpflichten. Eine entsprechende Forderung war von der Frauen-Union erhoben worden.

    Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr bei ihrem Gelöbnis
    Die Bundeswehr sucht mehr junge Menschen, die den Dienst an der Waffe antreten wollen. (picture alliance / dpa / Hannes P. Albert)
    Wegge sagte dazu im Deutschlandfunk, es sei gut, dass Frauen gleichberechtigt freiwillig zur Bundeswehr gehen könnten. Zwang lehne man aber ab. Eine Pflicht sei erst dann vorstellbar, wenn andere Ungleichbehandlungen zwischen Männern und Frauen in Deutschland nicht mehr existierten. Zudem leite sich die Wehrpflicht für Männer aus dem Grundgesetz ab, von einer Mehrheit für eine Änderung der Verfassung sei man weit entfernt.

    Antrag soll auf CDU-Bundesparteitag behandelt werden

    Die Frauen-Union will nach Medienberichten dem CDU-Bundesparteitag einen Antrag vorlegen, der eine Pflicht auch für Frauen zum Ausfüllen des neuen Wehrdienst-Fragebogens vorsieht. Perspektivisch sollen laut dem Antrag auch Frauen einen Pflichtdienst bei der Armee oder im sozialen Bereich leisten. Die CDU-Frauen sprechen sich außerdem für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr in Deutschland aus.
    Seit Jahresbeginn sind alle Männer und Frauen ab dem Jahrgang 2008 aufgerufen, einen Fragebogen zu ihrer Eignung für einen Dienst in den Streitkräften auszufüllen. Männer müssen antworten, Frauen nicht. Sollten sich nicht genug Freiwillige für die Bundeswehr melden, behält sich die Koalition die Einführung einer Bedarfswehrpflicht vor.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Landesverteidigung - Frauenunion plädiert für Wehrdienst für Frauen
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.