
Linnemann sagte dem Magazin "Der Spiegel", die Sozialdemokraten müssten lernen, den Realitäten ins Auge zu blicken. Es sei seit Jahren bekannt, dass die gesetzliche Rente allein in Zukunft nicht mehr ausreichen werde.
Merz hatte am Montag erklärt, die gesetzliche Rente werde allenfalls noch die Basisabsicherung für das Alter sein. Dem entgegnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Miersch, die Rente sei keine Sozialhilfe, sondern eine versprochene Leistung für die Lebensleistung der Menschen.
Thüringens Ministerpräsident Voigt mahnte, die besondere Situation der Menschen im Osten zu berücksichtigen. Sie hätten oft keine Möglichkeit zur zusätzlichen Vorsorge gehabt und seien auf die gesetzliche Rente existenziell angewiesen, sagte der CDU-Politiker dem Magazin "Stern". Ähnlich äußerte sich die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Kaiser, SPD.
Im Sommer soll eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission Vorschläge für eine Reform des Rentensystems unterbreiten.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
