Mainz
CDU löst nach 35 Jahren die SPD als stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz ab

Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gewonnen und löst nach 35 Jahren die SPD als stärkste Kraft im Mainzer Landtag ab.

    Laut den Hochrechnungen legt sie um 2,9 Punkte zu und kommt auf 30,6 Prozent. Ihr Spitzenkandidat Schnieder kann damit wohl neuer Ministerpräsident werden. Er sagte, als Regierungschef stehe er vor großen Aufgaben und wolle sich besonders um die Themen Bildung, Wirtschaft und innere Sicherheit kümmern. Schon vor der Wahl hatte er angedeutet, dass er eine Koalition mit der SPD anstrebt.
    Die Sozialdemokraten verlieren 10 Prozentpunkte und fahren mit 25,7 Prozent das schlechteste Ergebnis in der Landesgeschichte ein. Ministerpräsident Schweitzer hatte angekündigt, dass er einer Regierung unter der CDU nicht angehören werde. Die SPD werde aber weiter eine starke Rolle in der Landespolitik spielen.
    Die AfD konnte ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und kommt auf 20 Prozent. Für die Grünen stimmten 7,9 Prozent, ein Minus von 1,4.
    Nicht mehr im Landtag vertreten sind die FDP, die auf 2,1 Prozent kommt, und die Freien Wähler mit 4,2 Prozent. Den Einzug ins Parlament verpasst hat die Linke mit 4,4 Prozent. Andere Parteien wie das BSW, Volt oder ÖDP kommen zusammen auf 5,1 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 22.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.