Magdeburg
CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt stimmen für vorzeitigen Wechsel des Ministerpräsidenten

In Sachsen-Anhalt unterstützen die drei Regierungsparteien den Vorschlag von Ministerpräsident Haseloff, vorzeitig durch CDU-Landeschef Schulze abgelöst zu werden. Der CDU-Vorstand in Magdeburg stimmte dafür, den Wechsel zeitnah zu vollziehen. Auch die Landesspitzen von SPD und FDP sprachen sich dafür aus.

    Reiner Haseloff (r), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, applaudiert auf dem Landesparteitag der CDU Sachsen-Anhalt Sven Schulze (l), Vorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt.
    Übergibt Haseloff an Schulze? CDU setzt vor Wahl auf Wechsel (Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)
    Der Wechsel könnte Ende Januar erfolgen, dann sind die nächsten Sitzungen des Landtags geplant. Haseloff hatte Berichten zufolge angeboten, sein Amt vorzeitig zugunsten von Schulze abzugeben, der Spitzenkandidat der Christdemokraten ist. Der Schritt soll Schulze ermöglichen, vor der Landtagswahl am 6. September die Regierung zu führen, bekannter zu werden und sich einen Amtsbonus aufbauen zu können. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die AfD bei der Wahl im September erstmals in einem Bundesland so viele Stimmen bekommt, dass sie den Ministerpräsidenten stellt und keinen Koalitionspartner braucht. In Wahlumfragen im vergangenen Jahr lag die AfD in Sachsen-Anhalt mit um die 40 Prozent teils deutlich vor der CDU mit 26 bis 27 Prozent.
    Die vorzeitige Ablösung eines Ministerpräsidenten, der nicht noch einmal zu einer Wahl antritt, kommt in den Bundesländern regelmäßig vor.
    Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.