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Stockholm
Chemie-Nobelpreis für die Entdeckung von Quantenpunkten

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an drei Wissenschaftler, die an amerikanischen Universitäten forschen. Das gab das Nobelpreiskomitee in Stockholm bekannt. Bei den Preisträgern handelt es sich um den in Frankreich geborenen Moungi G. Bawendi, den US-Amerikaner Louis E. Brus sowie den Russen Alexei I. Jekimow.

    Eine Illustration zeigt die drei Preisträger Moungi Bawendi, Louis Brus und Alexei Jekimov zu sehen.
    Die drei mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Forscher Moungi Bawendi, Louis Brus und Alexei Jekimov sind in den USA tätig. (Niklas Elmehed / Nobel Prize Outreach )
    Die drei Forscher erhalten die Auszeichnung im Bereich der physikalischen Chemie für die Entdeckung und Synthese von Quantenpunkten, die ein eintreffendes Lichtspektrum in eine andere Frequenz der Energieabgabe umwandeln können. Sie werden in modernen LED-Fernsehbildschirmen, Solarmodulen und in der medizinischen Bildgebung verwendet.
    Quantenpunkte bestehen typischerweise aus tausend bis zehntausend Atomen eines Halbleiters. Sie verhalten sich ähnlich wie Atome, jedoch kann ihre Form, Größe oder die Anzahl von Elektronen in ihnen beeinflusst werden. Dadurch lassen sich elektronische und optische Eigenschaften von Quantenpunkten maßschneidern.
    Im Vorfeld der Bekanntgabe hatte es Verwirrung gegeben. So waren die Namen der Preisträger bereits in einer Mail enthalten, die heute früh als Pressemitteilung verschickt worden war, wie verschiedene schwedische Medien berichteten.
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    Diese Nachricht wurde am 04.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.