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Indopazifik
China warnt vor Gründung "NATO-ähnlicher" Bündnisse

Chinas Verteidigungsminister Li hat vor der Schaffung "NATO-ähnlicher" Bündnisse im Indopazifik gewarnt. Der Versuch, dort derartige Allianzen voranzutreiben, sei eine Form des Aufbauschens von Konflikten und Konfrontationen, sagte Li auf der Sicherheitskonferenz "Shangri-La-Dialog" in Singapur.

04.06.2023
    Der chinesische Verteidigungsminister General Li Shangfu spricht beim asiatischen Sicherheitsforum in ein Mikrofon.
    Der chinesische Verteidigungsminister General Li Shangfu (dpa-news / Britta Pedersen)
    Solche Zusammenschlüsse würden die Region in einen Strudel von Auseinandersetzungen vor allem mit den Vereinigten Staaten ziehen. Der indopazifische Raum brauche eine offene und integrative Zusammenarbeit und nicht die Einbindung in kleine Cliquen, erklärte Li weiter.
    Lis Äußerungen zielen auf Bemühungen der USA ab, Bündnisse in der Region zu festigen. Vor eineinhalb Jahren hatten die USA gemeinsam mit Australien und Großbritannien das indopazifische Sicherheitsbündnis Aukus gegründet - eine Antwort auf den zunehmenden Einfluss Chinas in der Region.

    Pistorius ruft Indopazifik-Staaten auf, sich gegen Russlands Krieg zu stellen

    An der Sicherheitskonferenz nimmt auch Bundesverteidigungsminister Pistorius teil. Der SPD-Politiker rief die Staaten im Indopazifik auf, sich klar gegen Angriffe auf die internationale Sicherheitsarchitektur zu stellen. Durch Russland sei die regelbasierte Weltordnung stark unter Druck geraten, meinte Pistorius. Dies sei gefährlich. Denn wenn Russland gewinne, werde die Botschaft an revisionistische Mächte in der Welt sein, dass Aggression und grundlose Anwendung militärischer Gewalt akzeptabel seien und erfolgreich sein könnten.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.