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StartseiteSternzeitDie NASA zahlt für den Mondtransport03.09.2019

Cleveres InvestitionsprogrammDie NASA zahlt für den Mondtransport

Kurz nach dem 50. Jahrestag der Landung von Apollo 11 läuft wieder ein Wettlauf zum Mond. Es geht darum, wann die ersten kommerziellen Missionen auf der staubigen Oberfläche aufsetzen. Commercial Lunar Payload Services heißt das NASA-Programm, etwa Kommerzieller Mondtransport – abgekürzt CLPS, "Clips".

Von Dirk Lorenzen

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Der Mond ist wieder "in": Bald könnte es einigen Bedarf für Materialtransport zum Erdtrabanten geben (NASA)
Der Mond ist wieder „in“: Bald könnte es einigen Bedarf für Materialtransport zum Erdtrabanten geben (NASA)

Die NASA will den größten Teil des Materialtransports von privaten Unternehmen erledigen lassen. Salopp gesagt soll es künftig auch auf dem Mond so etwas wie Paketdienste geben.

Für CLPS stehen in den nächsten zehn Jahren mehr als 2,5 Milliarden Dollar zur Verfügung. Unternehmen, die solche Dienste anbieten wollen, können sich bewerben und erhalten dann einen Vertrag, der regelt, was für welche Summe wann geliefert werden soll.

Solche finanzielle Unterstützung gibt es in Deutschland und Europa nicht. Zwar ist die Firma PTScientists aus Berlin-Marzahn derzeit so nah an einem Flug zum Mond wie wohl kein anderes Privatunternehmen weltweit. Dennoch läuft das Start-Up, das Experimente, Rover und eine Mobilfunkbasisstation auf die Mondoberfläche bringen will, derzeit durch ein Insolvenzverfahren.

Es gibt vertragliche Beziehungen zu ESA, DLR und der Ariane-Gruppe. Doch es fehlen die entscheidenden Mittel für einen Flug zum Mond in zwei Jahren – im Erfolgsfall gelänge dem Berliner Unternehmen die erste private Landung auf dem Mond.

Wagemutige Mondfahrer erhalten in Deutschland und Europa kaum mehr als Schulterklopfen. Echte Unterstützung für solche Projekte gibt es bisher nur in den USA.

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