Konflikt um Grönland
Tausende demonstrieren in Dänemark gegen US-Ansprüche

Tausende Menschen haben in Kopenhagen und weiteren dänischen Städten gegen die US-Ansprüche auf Grönland protestiert. Die Demontranten schwenkten vor dem Rathaus der Hauptstadt dänische und grönländische Fahnen.

    Eine große Menschenmenge mit rot-weißen Fahnen läuft durch eine Straße. Eine Person trägt eine Statue, die US-Präsident Trump darstellen soll.
    In Kopenhagen demonstrieren Tausende gegen US-Präsident Trumps Anspruch auf Grönland. (IMAGO / TT / Johan Nilsson)
    Oberbürgermeisterin Welling sagte, die Botschaft aus Kopenhagen sei laut und deutlich, Grönland sei keine Handelsware. Auch auf Grönland selbst gab es Proteste gegen die Pläne von US-Präsident Trump.

    Erkundungsmission beginnt

    Auf der Arktisinsel haben derweil Armeeeinheiten mehrerer europäischer NATO-Staaten ihre Erkundungsmission begonnen. Daran sind auch 15 Bundeswehrsoldaten beteiligt. Die Mission soll die Bedingungen für gemeinsame Militärübungen zur Verbesserung der Sicherheit Grönlands prüfen. An der Erkundungsmission beteiligen sich auch Frankreich, Schweden und Norwegen. Das deutsche Team besteht nach Angaben des Verteidigungsministeriums aus Logistikern und Experten unterschiedlicher Bereiche. 
    Das dänische Arktis-Kommando lud die USA ein, an den Übungen teilzunehmen. Generalmajor Andersen sagte an Bord eines Schiffes der dänischen Marine im Hafen der grönländischen Hauptstadt Nuuk, er habe mit Vertretern der NATO-Verbündeten gesprochen und diese eingeladen. Und natürlich seien auch die USA als Teil der NATO eingeladen.
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.