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StartseiteKonzertdokument der WocheBarocke Vielfalt30.05.2021

Das DSO Berlin unter Ton Koopman Barocke Vielfalt

Der Niederländer Ton Koopman ist regelmäßiger Gast des DSO. Vielfach hat er dabei Musik aus Barock und Wiener Klassik kombiniert, doch inzwischen dirigiert er dort auch reine Barock-Programme. Am Pfingstsonntag spielte das Orchester mit dem russischen Geiger Sergej Krylov Werke aus vier Ländern.

Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

Innen-Aufnahme aus dem Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks, vorne sieht man mehrere leere Stuhlreihen, das Orchester sitzt in schwarzer Konzertkleidung mit größeren Abständen vor allem der Bläser hinter den Streichern auf der Bühne, der Dirigent steht vor dem Orchester, ihm zugewandt. Der Saal ist mit hellem Holz getäfelt, Industrielampen hängen von der Decke, Mikrofone sind aufgestellt.  (R.Baumgärtner)
Das Pfingst-Konzert mit dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Ton Koopman fand Pandemie-bedingt nicht in der Berliner Philharmonie, sondern im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks statt (R.Baumgärtner)
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In seinem Pfingstsonntag-Konzert bietet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin eine reiche Vielfalt barocker Orchesterklänge. Geleitet vom inzwischen 76-jährigen Alte-Musik-Spezialisten Ton Koopman, rahmen zwei Orchestersuiten das Programm ein.

Am Beginn stehen Instrumentalsätze aus der Oper "Dardanus" von Jean-Philippe Rameau, den Abschluss bildet Georg Friedrich Händels berühmte "Feuerwerksmusik" für die Feier zum Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges.

Nach dem französischen Beginn folgt ein Werk, das Pietro Locatelli in Amsterdam komponierte. Seine "Introduzione teatrale" stehen in der Tradition der Einleitungssätze italienischer Opern und man kann sie als Vorform der Sinfonie betrachten.

Anschließend stellt sich der russisch-italienische Geiger Sergej Krylov als Solist in Johann Sebastian Bachs a-Moll Violinkonzert BWV 1041 vor. Es das Debüt des Spezialisten vor allem für Neue Musik beim DSO, er spielt eine Geige des Amati Schülers Giovanni Battista Rogeri. 

Händels Konzert für zwei Chöre, HWV 334, sowie ein Concerto "con molti strumenti" von Antonio Vivaldi runden das Programm ab.

Jean-Philippe Rameau
Instrumentalsuite aus der Oper "Dardanus"

Pietro Locatelli
Introduzione teatrale G-Dur, op. 4 Nr. 4

Johann Sebastian Bach
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll, BWV 1041

Georg Friedrich Händel
Concerto a due cori Nr. 3 F-Dur, HWV 334

Antonio Vivaldi
Konzert für 2 Oboen, 2 Klarinetten, Streicher und Basso continuo C-Dur, RV 559

Georg Friedrich Händel
Musick for the Royal Fireworks, HWV 351

Sergej Krylov, Violine
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Ton Koopman

Aufnahme vom 23.5.2021 aus dem Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks

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