
In mehreren Medien verwies der CDU-Politiker auf die besondere Biografie der Rentner in Ostdeutschland. Dort sei die Rente nicht die Basisabsicherung, sondern oft die einzige Basis für ein Altern in Würde. Die meisten in Sachsen-Anhalt hätten - so wie in ganz Ostdeutschland – nur die staatliche Rente für ihr Alter. Es gebe deutlich weniger mit einer Betriebsrente. Zudem hätten viele Menschen deutlich weniger Vermögen, Immobilien oder Erbschaften, um sich gegen Altersarmut abzusichern. Ein Großteil verfüge auch nicht über das Geld, um in eine private Altersvorsorge einzuzahlen. Diejenigen, die in den nächsten zehn oder 15 Jahren in Rente gingen, könnten jetzt nicht irgendwie noch vorsorgen, führte Schulze aus. Das hätten sie schon in den vergangenen Jahrzehnten nicht gekonnt, weil die Gehälter nicht hoch genug gewesen seien. Der sachsen-anhaltische Regierungschef wies darauf hin, dass der Altersdurchschnitt in seinem Bundesland mit gut 48 Jahren etwa 3,5 Jahre über dem Bundesdurchschnitt liege.
Bundeskanzler Merz, ebenfalls CDU, hatte Anfang der Woche in einer Rede vor dem Bankenverband gesagt, die gesetzliche Rentenversicherung werde allenfalls noch die Basisabsicherung sein. Die Äußerungen hatten für Verunsicherung und in der Folge für Kritik gesorgt. Gestern versicherte Merz bei der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Marburg, dass für ihn die gesetzliche Altersvorsorge die Basis für das Rentensystem bleiben werde, die er auch nicht einschränken wolle.
Diese Nachricht wurde am 26.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
