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StartseiteKonzertdokument der WocheBonner Wurzeln und Spuren eines Genies25.08.2019

Der frühe BeethovenBonner Wurzeln und Spuren eines Genies

Mit 19 Jahren schrieb Ludwig van Beethoven eine Kantate für die Trauerfeier zum Tod des Kaisers Joseph II. Dieses Frühwerk von Beethoven wird nur sehr selten aufgeführt, dabei blitzt schon hier sein musikalisches Genie auf, wie das Originalklang-Ensemble l'arte del mondo beim Konzert in Bonn zeigte.

Am Mikrofon: Johannes Jansen

Das Leverkusener Ensemble l'arte del mondo und sein Leiter, Werner Ehrhardt (Peuserdesign)
Das Alte-Musik-Ensemble l'arte del mondo (Peuserdesign)
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Als Andrea Luchesi zum Hofkapellmeister in Bonn ernannt wurde, wartete eine Fülle von Aufgaben auf ihn. Zum Glück war er vorbereitet, auch auf Trauerfälle. Im Notengepäck, das er aus Italien mitbrachte, waren Teile einer Totenmesse, die sich bei Bedarf mit anderen Kompositionen zu einem feierlichen Requiem vervollständigen ließen, wie es in Bonn dann auch bei verschiedenen Anlässen nachweislich geschah. Nicht nur mit ihrer Rekonstruktion eines solchen Luchesi-Requiems werden Werner Ehrhardt und sein Orchester L’arte del mondo ihrem Ruf als Ausgrabungsspezialisten gerecht, sondern auch mit einem nahezu unbekannten Bonner Jugendwerk von Beethoven: der Kantate auf den Tod Josephs II. Mit von der Partie sind der Kammerchor Vox Bona und eine Schar handverlesener Vokalsolisten, an ihrer Spitze die großartige Dorothee Mields.

Beethovenfest Bonn 2018

Andrea Luchesi
Requiem für Soli, Chor und Orchester

Ludwig van Beethoven
Kantate auf den Tod Josephs II. für Soli, Chor und Orchester, WoO 87

Dorothee Mields, Sopran
Annekathrin Laabs, Alt
Martin Koch, Tenor
Thomas de Vries, Bariton
Vox Bona Kammerchor der Kreuzkirche Bonn, Karin Freist-Wissing
l'arte del mondo
Leitung: Werner Ehrhardt

Aufnahme vom 5.9.2018 aus der Kreuzkirche in Bonn

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