
+++ Die USA melden mehr als 30 versenkte iranische Kriegsschiffe.
Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilte das Militär mit. Der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, Admiral Cooper, erklärte, die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen.
+++ +++ Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt.
In den kommenden Tagen würden die Aktionen intensiver und umfangreicher sein, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das Kommando-Hauptquartier. Zugleich berichtete das iranische Militär über Drohnenangriffe auf eine Radarstation in Israel und einen Luftwaffenstützpunkt. Zudem seien US-Basen in Kuwait sowie im irakischen Erbil attackiert worden. Israel wiederum setzte heute früh seine Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fort. So seien etwa die Hauptstädte Teheran und Beirut erneut beschossen worden. Das israelische Militär sprach von einer nächste Phase in dem Krieg, bei der es vor allem um die Zerschlagung des iranischen Regimes gehe. Das US-Militär erklärte am siebten Tag des Krieges, Hauptanliegen sei es jetzt, die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion zu zerstören.
+++ US-Abgeordnete stimmen mehrheitlich gegen Mitspracherecht im Iran-Krieg.
In den USA hat das Repräsentantenhaus dem von Präsident Trump befohlenen Militäreinsatz gegen den Iran vorerst keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung über einen Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, erhielt nicht genug Stimmen. Auch vier oppositionelle Demokraten stimmten dagegen. Ein ähnlicher Antrag war zuvor bereits im Senat an der republikanischen Mehrheit gescheitert.
Nach Auffassung des Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Johnson, befinden sich die USA nicht im Krieg mit dem Iran. Vielmehr führten die amerikanischen Streitkräfte einen Einsatz aus, der in Umfang und Dauer begrenzt sei, argumentierte der Republikaner. Allerdings hatte Trump das Wort "Krieg" im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Iran selbst bereits verwendet.
+++ Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat die Bewohner im Norden Israels zum Verlassen des Gebiets aufgerufen.
Die Angriffe der israelischen Armee im Libanon würden "nicht ohne Reaktion bleiben", drohte die Schiiten-Organisation. Sie rief dazu auf, alle israelischen Siedlungen innerhalb von fünf Kilometern von der Grenze entfernt zu räumen. Es war die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch der neuen Gewalt. Israels Armee hatte zuvor ihrerseits die Bewohner mehrerer dicht besiedelter Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut aufgefordert, diese zu verlassen.
+++ Bahrain, Katar und Saudi-Arabien melden iranische Angriffe.
Bahrains Innenministerium teilte mit, es seien ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei seien Sachschäden entstanden. Erst gestern hatte ein iranischer Raketenangriff einen Brand in der wichtigsten staatlichen Ölraffinerie Bahrains ausgelöst, der gelöscht werden konnte. Derweil erklärte Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium, man habe in der Nacht drei ballistische Raketen abgefangen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden seien. Katar wiederum meldete einen abgewehrten Drohnenangriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid. Nach einem einem Bericht des "Wall Street Journal" erwägen die Vereinigten Arabischen Emirate inzwischen, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren.
+++ Der CSU-Vorsitzende Söder wirft der Bundesregierung zu wenig Einsatz bei der Rückholung gestrandeter deutscher Touristen aus der Golfregion vor.
Es seien zu wenig Flugzeuge im Einsatz, sagte Söder dem Sender "Welt-TV". Zudem sei der Anfang der Rückholaktion zäh gewesen. Man solle prüfen, ob nicht doch auch Bundeswehrmaschinen helfen könnten, führte Bayerns Ministerpräsident aus. Oberste Pflicht eines Staates sei es, die eigenen Bürger zu schützen und ihnen in Krisensituationen zu helfen. Außenminister Wadephul kündigte inzwischen eine Ausweitung der Rückholungen auf Saudi-Arabien an.
Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
