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StartseiteJazzFactsFlaneur zwischen Orient und Okzident10.01.2019

Der Oud-Spieler Anouar BrahemFlaneur zwischen Orient und Okzident

Eine ruhige, beseelte Stimme spricht aus dem birnenförmigen Korpus der arabischen Laute Oud. Die Improvisationen des Tunesiers Anouar Brahem auf diesem Instrument beschwören ein Klima der Kontemplation.

Von Karl Lippegaus

Anouar Brahem mit Instrumentenkoffer (Marco Borggreve/ECM Records)
Anouar Brahem hat die Oud aus ihrer traditionellen Rolle befreit. (Marco Borggreve/ECM Records)

Brahem hat das Begleitinstrument der arabischen Vokalmusik aus seiner traditionellen Rolle befreit, zum Soloinstrument erkoren und sich mit Jazzmusikern umgeben. Nachdem er 1990 dem Produzenten Manfred Eicher begegnet war, beflügelte das seine Ambitionen als Komponist und Bandleader, worauf aus ihrer Zusammenarbeit große Alben wie "Le Pas du Chat Noir", "Souvenance" oder "Blue Maqams" entstanden. Das erste in New York produzierte Album führte Brahem zusammen mit dem britischen Pianisten Django Bates und der ehemaligen Rhythmusgruppe von Miles Davis, nämlich mit Dave Holland (Bass) und Jack DeJohnette (Schlagzeug). Durch seinen Instinkt und die kollektiven Kräfte dieser Konstellation entstand eines der großen Crossover-Alben der letzten Jahre.

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