Mittwoch, 06. Juli 2022

Der Tag
Bafög-Reform: Studium in München nur für Reiche

Warum die Bafög-Reform zu kurz gesprungen ist. Außerdem: Ärger in der EU über Großbritannien: Wie verhandelt man mit jemanden, der selbst nicht weiß, was er will. Und warum der Bundeswehr-Untersuchungsausschuss vor einer Mammutaufgabe steht.

Von Philipp May | 30.01.2019

Gasthörer und Studenten der Uni Köln bei einem Vortrag in der Anatomie der Universität zu Köln. | Verwendung weltweit | Geisler-Fotopress / picture alliance
Studierende an der Universität Köln (Geisler-Fotopress / picture alliance)
Die Zahl der Bafög-Empfänger geht seit Jahren zurück. Das will die Bundesregierung mit einem Milliarden-Paket ändern. Manfred Götzke aus der Deutschlandfunk-Bildungsredaktion erklärt, warum die Maßnahmen die Not von vielen Studenten kaum lindern werden können.
Als Matthias Schranner noch Polizist war, verhandelte er unter anderem mit Geiselnehmern. Jetzt berät er Politiker, wie man in schwierigen Situationen verhandelt. Doch beim Blick auf den Brexit ist auch er pessimistisch. Denn es gebe kaum noch etwas zu verhandeln. Die Fehler seien schon längst gemacht worden, und zwar auf britischer Seite. Die EU dürfe jetzt auf keinen Fall nachgeben, rät er.
Klaus Remme, Bundeswehr-Experte im DLF-Hauptstadtstudio, hat nicht mehr damit gerechnet, dass sich ein Bundestags-Untersuchungsausschuss zur "Berater-Affäre" im Verteidigungsministerium konstitutiert. Und auch jetzt bleibt er skeptisch: "Ob am Ende alle Fragen geklärt werden, das wage ich zu bezweifeln."