Freitag, 10.07.2020
 
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Der TagBefreiung

Der 8. Mai 1945 ist einer der Dreh- und Angelpunkte in der deutschen Geschichte. Trotzdem lässt dieser Tag noch Platz für Mißverständnisse. Das wird auch heute wieder klar, immerhin 75 Jahre später. Außerdem: Wieso Horst Seehofer wegen geschlossener Außengrenzen Kritik aus den eigenen Reihen bekommt.

Von Tobias Armbrüster

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Kinder spielen 1945 in Berlin auf einem alten Panzer. (Getty Images / Hulton Archive / Express)
Kinder spielen 1945 im zerbombten Berlin auf einem alten Panzer. (Getty Images / Hulton Archive / Express)

Der 8. Mai 1945 war für Deutschland ein Tag der Befreiung. So sieht das auch unser Hauptstadt-Korrespondent Panajotis Gavrilis. Aber trotzdem sei es falsch, an diesem Tag in Feier-Laune zu verfallen. Denn die Aufarbeitung und das Erinnern seien kein abgeschlossener Prozess. Das zeige sich am wachsenden Rechtsterrorismus. Und es lohne sich, am 8. Mai auch mal andere Länder in den Blick zu nehmen - das Ende des Krieges habe nicht überall die gleiche Bedeutung gehabt wie in Nazi-Deutschland.

Die Grenzen Europas

Ungewohnte Situation für Horst Seehofer - er kommt in der eigenen Partei unter Druck, und zwar weil er die Außengrenzen Deutschlands geschlossen halten möchte. Viele in der Union sagen jetzt: Diese Vorsicht ist unnötig, weil die Corona-Gefahr überall in Europa abnimmt. Tatsächlich haben die geschlossenen Grenzen drastische Folgen, erklärt Katharina Hamberger. Und es sei kein Zufall, dass die Debatte gerade jetzt in Gang kommt, kurz vor Beginn der Reisezeit.

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