Freitag, 03. Februar 2023

Der Tag
Bleibt alles anders, liebe Bayern?

Die CSU schrumpft auf Normalmaß, die Bayern-Grünen bekommen so viele Stimmen wie nie, aber heißt das auch: Wir haben verstanden? Was ändert sich im Freistaat nach der Wahl, wer san mia eigentlich? Und: Sind die Volksparteien damit am Ende?

Von Sarah Zerback | 15.10.2018

    Horst Seehofer (links), CSU-Vorsitzender und Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, unterhält sich am Abend der Bayernwahl im Landtag mit Markus Söder (CSU, rechts), dem Ministerpräsidenten von Bayern
    Wer trägt die Konsequenzen für die CSU-Schlappe? (dpa)
    Das große Analysieren hat begonnen: Was hat die CSU die Alleinherrschaft gekostet und die SPD einstellig schrumpfen lassen? Ist das der letzte Akt der Volksparteien, die schon seit Jahren um die so genannte bürgerliche Mitte kämpfen? Ganz so düster sieht Katharina Hamberger die Lage noch nicht. Aber Union und SPD müssten den Weckruf jetzt nutzen. Denn auch in der Bundespolitik verschieben sich die Koordinaten, sagt unsere Hauptstadtkorrespondentin - spätestens nach der Hessen-Wahl in zwei Wochen.
    Bis dahin würden auch in München noch keine personellen Konsequenzen gezogen. Auch wenn die Luft zwischen Markus Söder und Horst Seehofer schon jetzt zum Schneiden dick sei, schildert unser Bayern-Korrespondent Michael Watzke. Wer aber gehen müsse, daran hat er keinen Zweifel.
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