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StartseiteDeutschlandfunk - Der TagDer Feind in meinem Haus20.11.2018

Der TagDer Feind in meinem Haus

Der gefährlichste Ort für Frauen ist das eigene Zuhause: Jede dritte Frau in Deutschland erlebt dort Gewalt, meist vom Partner oder Ex-Partner. Wo bleibt der Aufschrei? Und: Warum im Bundestag jetzt auch Pferdeliebhaber auf ihre Kosten kommen.

Von Sarah Zerback

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Gestelltes Bild zum Thema häusliche Gewalt - Eine Frau versucht, sich in Berlin vor der Gewalt eines Mannes zu schützen.  (dpa / picture alliance / Maurizio Gambarini/)
In den meisten Fällen von Gewalt gegen Frauen sind die Täter Partner oder Ex-Partner (dpa / picture alliance / Maurizio Gambarini/)
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Sie werden bedroht, gestalkt, misshandelt und getötet und das oft von dem Menschen, der ihnen am nächsten steht. Fast 140.000 Mal wurden im vergangenen Jahr Menschen Opfer von Gewalt in der Partnerschaft geworden, mitten in Deutschland. Meist sind die Opfer Frauen, meist sind die Täter Männer und meistens wird so getan als sei das ein Privatproblem - dabei steckt viel mehr dahinter. So schildert es Luzia Kleene von der Frauenberatungsstelle Düsseldorf. Sie koordiniert dort das Interventionsprojekt gegen häusliche Gewalt und weiß aus jahrelanger Erfahrung, dass häusliche Gewalt in jedem Alter und allen Schichten vorkommt. Hilfe gibt es rund um die Uhr unter 08000 - 116 016 beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" - dort können sich übrigens auch Männer melden.

Von Andrea Nahles weiß man, dass sie gerne reitet. Heute hat sie den "Arbeitskreis Pferd" im Bundestag gegründet und muss sich dafür einiges an Sprüchen gefallen lassen. Auf den ersten Blick verständlich, findet unser Hauptstadtkorrespondent Klaus Remme. Ein ernsthaftes Anliegen stecke aber auch dahinter.

Feedback gerne an: dertag@deutschlandfunk.de

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