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StartseiteDeutschlandfunk - Der TagDüstere Zeiten23.10.2019

Der TagDüstere Zeiten

Eine Depression sieht man Erkrankten meist nicht direkt an und wie sie sich anfühlt, können sich viele Außenstehende nicht vorstellen. Ein Betroffener erzählt, ein Experte liefert Kontext. Und: Über kaum etwas wird in der Politik schon so lange gestritten, wie über die Grundrente. Warum ist das so schwer?

Von Sarah Zerback

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Wo geht es lang? Antriebsarmut und Depressionen können Jugendliche schwer belasten. (imageBROKER / Franziska Ritter)
Wo geht es lang? Depressionen können Betroffene schwer belasten (imageBROKER / Franziska Ritter)

Auf Twitter findet man Roman Swietlik unter @Deprifrei. Der 42-Jährige ist seit vielen Jahren von Depressionen betroffen - mal mehr, mal weniger schwer. Er würde sich wünschen, dass Außenstehende darauf empathischer reagieren. "Bei einer Grippe wünschen dir die Menschen Gute Besserung, bei einer Depression nicht."

Mit Symptomen und Erfahrungen wie sie Roman Swietlik gemacht hat, kennt sich in Deutschland kaum jemand so gut aus wie Ulrich Hegerl von der Deutschen Depressionshilfe. Er ist Inhaber der Senckenberg-Professur an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt. Er sagt: Noch immer verwechseln viele die Krankheit Depression mit einer Traurigkeit, etwas, das durch äußere Umstände ausgelöst wurde. Deshalb brauche es dringend bessere Aufklärung.

Wohl über kaum etwas wird in der Berliner Politik schon so lange gestritten, wie über die Grundrente für Geringverdiener. Kein Wunder, sagt Volker Finthammer aus unserem Hauptstadtstudio. Die Thematik ist komplex, umso wichtiger sei es, endlich nachhaltige Regelungen zu finden für Berufsgruppen, Einkommensgrenzen und Beitragsjahre, um wirklich Bedürftige teilhaben zu lassen.

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