Sonntag, 22. Mai 2022

Der Tag
§219a - Ein fauler Kompromiss um Abtreibungen?

Es bleibt ein Streitthema: Dürfen Ärzte auf ihrer Homepage über Abtreibungen informieren? Was für die Beibehaltung von §219a spricht. Und: Wieso ein Soft-Brexit das Beste für alle Seiten wäre.

Von Philipp May | 13.12.2018

Familienministerin Giffey (l-r, SPD), Gesundheits-Staatssekretär Gebhart (CDU), Justizministerin Barley (SPD), Innenminister Seehofer (CSU) und Kanzleramtsminister Braun (CDU) im Kanzleramt
Familienministerin Giffey (l-r, SPD), Gesundheits-Staatssekretär Gebhart (CDU), Justizministerin Barley (SPD), Innenminister Seehofer (CSU) und Kanzleramtsminister Braun (CDU) verkünden ihren Kompromiss zur Reform des §219a (Jörg Carstensen/dpa )
"Ich wundere mich, dass es Leute gibt, die diesen mühsam ausgehandelten Kompromiss aufkündigen wollen", sagt Stefan Rehder. Der bio-ethische Korrespondent der katholischen Zeitung Die Tagespost erklärt, warum er es sehr wohl für Werbung hält, wenn Ärztinnen und Ärzte auf ihrer Internetseite auf Abtreibungen hinweisen.
Für Deutschlandfunk-London-Korrespondent Friedbert Meurer sind es gerade lange Tage. Und obwohl wieder Viele von einer zweiten Volksabstimmung träumen, hält er es für besser, wenn Großbritannien die EU auf sanfte Art und Weise verlässt. Denn auch die meisten Remainer in Großbritannien seien "nur lauwarme EU-Befürworter".
Brüssel-Korrespondentin Bettina Klein sieht keine Chance mehr, dass die EU weitere Konzessionen gegenüber den Briten macht: "Der Austrittsvertrag wird nicht mehr aufgeschnürt."