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StartseiteMarktplatzDer Tod im Netz04.11.2010

Der Tod im Netz

Der digitale Nachlass will geregelt werden

In Deutschland sterben jedes Jahr knapp eine Million Menschen. Viele von ihnen nutzten zuhause einen PC und waren im Internet unterwegs. Sie regelten ihre Geldgeschäfte online, bestellten Waren im Netz, unterhielten eine eigene Homepage oder waren Mitglied in einem sozialen Netzwerk.

Am Mikrofon: Wiebke Lehnhoff

Franz Kafka hatte noch keinen digitalen Nachlass - dafür aber eine interessanten analogen. (dradio.de/Janine Wergin)
Franz Kafka hatte noch keinen digitalen Nachlass - dafür aber eine interessanten analogen. (dradio.de/Janine Wergin)
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Digitaler Nachlass

In jedem Fall speicherten sie unzählige Daten und Dateien auf Ihrem PC und hinterließen Spuren im Netz. Dieser digitale Nachlass muss inzwischen genau so sorgfältig geregelt werden wie Schriftstücke aus Papier. Denn in der digitalen Privatsphäre schlummern nicht nur wichtige Hinweise für die Entscheidung, ob man ein Erbe überhaupt antreten soll. Intime Daten auf einem PC können Angehörige auch negativ überraschen.

Was passiert mit all den Daten eines Hightechanwenders? Wer darf Daten löschen, Benutzerkonten übernehmen und Passwörter einsehen? In der realen Welt helfen Erb- und Totenschein, im Internet ist es dagegen ein Leichtes, auch ohne Kontrolle das digitale Leben eines Verstorbenen einfach weiter zu führen. Wie sich der digitale Nachlass vor und nach dem Tod regeln lässt, darüber informiert Wiebke Lehnhoff mit ihren Studiogästen im Marktplatz.

Hörerfragen sind, wie immer, willkommen.
Die Nummer für das Hörertelefon lautet:
00 800 - 44 64 44 64
Die Nummer für das Faxgerät lautet:
00 800 - 44 64 44 65
Und die E-Mail-Adresse: marktplatz@dradio.de

Studiogäste:

Karsten Dopatka, Rechtsanwalt, spezialisiert auf Internetrecht, Köln

Birgit Auerelia Janetzky, Gründerin der Firma Semno, Freiburg

Falk Lüke, Verbraucherzentrale BundesverbandBerlin, Experte für Verbraucherrechte in der digitalen Welt

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