Mittwoch, 21. Februar 2024

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Der Traum vom All
Luxemburg will den Weltraum erobern

Luxemburg zieht es ins All. Aus strategischen und ökonomischen Gründen. Mit viel Geld und Expertenwissen von außerhalb hat der frühere luxemburgische Wirtschaftsminister Etienne Schneider den Boden dafür bereitet.

Von Tonia Koch | 22.02.2020
    Symbolbild für das Galileo-Navigationssystem mit einem Satelliten vor der Erdkugel mit Europa
    Satellit vor der Erdkugel mit Europa (imageBROKER)
    Unternehmen sollen Pläne entwickeln, wie zum Beispiel Asteroiden nutzbar gemacht werden können. Der Griff nach den Sternen hat sich für das kleine Land schon einmal als Glücksfall erwiesen. Seit Jahrzehnten versorgt der Satelliten-Betreiber SES nicht nur die Europäer mit Fernsehprogrammen oder Internet sondern die ganze Welt.
    Etienne Schneider, früherer Wirtschaftsminister von Luxemburg
    Etienne Schneider, der Wegbereiter
    Luxemburgs Aufbruch ins All hat vor allem Dingen mit einem Mann zu tun: dem früheren sozialistischen Wirtschaftsminister Etienne Schneider. Mit viel Geld und Expertenwissen lässt "Major Tom" die Weltraumfiktion im kleinen EU-Staat zur Realität werden.

    Mikrosatellit ESAIL im Reinraum von Luxspae
    Luxemburg wagt und gewinnt
    Beim luxemburgischen Weltraumkonzept geht es in erster Linie ums Geschäft. Das Land hat eine nationale Weltraumagentur gegründet. Sie soll junge Unternehmen mit guten Ideen, die sowohl für die Erde als auch für den Weltraum taugen, nach Luxemburg locken.

    Satelitten-Anlage der Société Européenne des Satellites (SES) auf Schloss Betzdorf in Luxemburg
    Am Anfang war der Satellit
    Der Griff nach den Sternen hat sich für das Großherzogtum Luxemburg schon einmal als Glücksfall erwiesen. Seit Jahrzehnten versorgt der Satelliten-Betreiber SES nicht nur die Europäer, sondern die ganze Welt mit Fernsehprogrammen und Internet.

    Roboter der Firma ispace werden auf einer Messe ausgestellt
    Ein Roboter für den Mond
    Russen, Chinesen und Amerikaner stecken viel Geld in ihr Raumfahrtprogramm. Luxemburg geht einen anderen Weg: Mit ihrer Weltraumstrategie und einen eigenen Weltraumgesetz lockt das Großherzogtum private Investoren und junge Start-ups ins Land - mit Erfolg.

    Eine Raumsonde im Weltall mit Blick auf die Erde. 
    Fachkräfte fürs All gesucht
    Seit kurzem bildet Luxemburg seinen wissenschaftlichen und technischen Nachwuchs selbst aus. Die Universität bietet Bachelor-Absolventen verschiedenster Fachrichtungen einen Space-Master an. Die Fachkräfte sollen helfen, Luxemburg als Standort für Raumfahrttechnik zu etablieren.