
Das Wachstum sei vor allem auf die gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen, sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Brand, bei der Vorlage der Daten in Berlin.
2024 hatte es einen Rückgang von 0,5 Prozent gegeben, 2023 von 0,9 Prozent. Ökonomen rechnen im laufenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent - begünstigt auch von einer höheren Zahl an Arbeitstagen und von steigenden staatlichen Investitionen in Aufrüstung und Infrastruktur.
Export weiterhin schwächer
Nach Angaben der Statistiker gaben die Exporte 2025 im dritten Jahr in Folge nach (minus 0,3 Prozent). Grund sind die höheren US-Zölle, die Euro-Aufwertung und die stärkere Konkurrenz aus China. Nach den bislang vorliegenden Daten der Außenhandelsstatistik (bis Oktober 2025) wurden weniger Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse exportiert.
Weiterhin schwieriges Umfeld für Investitionen
Die Bauinvestitionen gingen um 0,9 Prozent zurück und damit das fünfte Mal in Folge. Nach Einschätzung der Statistiker dürften anhaltend hohe Baupreise dazu geführt haben, dass vor allem Vorhaben im Wohnungsbau nicht realisiert wurden. Die Investitionen in Ausrüstungen – also Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – nahmen noch stärker ab als die Bauinvestitionen. Preisbereinigt lagen sie im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent niedriger. Deutlich gestiegene Ausgaben des Staates, vor allem für Verteidigung, glichen dabei das Minus bei den gewerblichen Ausrüstungsinvestitionen nicht aus.
Staatsdefizit sinkt
Der deutsche Staat gab im vergangenen Jahr erneut mehr Geld aus, als er einnahm. Nach vorläufigen Daten belief sich das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung auf rund 107 Milliarden Euro. Dennoch hielt Deutschland die europäische Verschuldungsregel ein: Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung betrug das Defizit 2,4 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 2,7 Prozent.
Arbeitsmarkt: Langjähriger Anstieg der Erwerbstätigenzahl kommt zum Erliegen
Im Jahresdurchschnitt waren 46 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Wert nahezu unverändert.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
