
Wie viele Individualtouristen sich in den Ländern des Mittleren Ostens aufhielten, darüber könne man nur spekulieren. Kritik an deutschen Veranstaltern, Reisen in die Krisenregion angeboten zu haben, wies Schäfer zurück. Man könne den Menschen nichts verbieten. Bei Pauschalreisen sei es zudem für die Anbieter verpflichtend, ihre Kunden auf Sicherheitshinweise und Warnungen des Auswärtigen Amtes hinzuweisen. Dies geschehe automatisch bei der Buchung.
Kritik an Krisenmanagement der Bundesregierung
Grüne, Linke und AfD werfen der Bundesregierung ein schlechtes Krisenmanagement im Umgang mit den gestrandeten deutschen Touristen vor. Die Grünen-Politikerin Düring sagte dem Deutschlandfunk, die Lage in der Region habe sich seit Wochen zugespitzt. Die Bundesregierung wirke dennoch vollkommen unvorbereitet. Die außenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Özdemir, sagte, die Bundesregierung müsse nun schnellstmöglich Pläne vorlegen, wie eine Evakuierung für alle rund 30.000 Betroffenen erfolgen könne. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Münzenmaier kritisierte, die Bundesregierung lasse deutsche Staatsbürger im Stich und gebe den Reisenden auch noch selbst die Schuld für ihre Lage.
Wadephul schließt militärische Evakuierung aus
Außenminister Wadephul hatte gestern angekündigt, doch Charterflugzeuge nach Saudi-Arabien und in den Oman zu entsenden. Eine militärische Evakuierungsaktion schließt er weiterhin aus. Zuvor hatte Wadephul im ARD-Fernsehen auf Reisewarnungen des Auswärtigen Amts verwiesen und betont, Reisende trügen auch eigene Verantwortung für ihre Sicherheit. Sie sollten sich selbstständig um ihre Ausreisen bemühen.
Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





