Montag, 28.09.2020
 
Seit 08:50 Uhr Presseschau
StartseiteSternzeitDie zwei Neuen fürs All23.01.2020

Deutsches Verhandlungsduo bei der ESADie zwei Neuen fürs All

Ende November des vergangenen Jahres tagte der ESA-Ministerrat in Sevilla. Zwei Tage lang wurde über den ESA-Kurs für die nächsten drei Jahren diskutiert – und der Finanzrahmen festgelegt. Für Deutschland saßen dabei zwei neue Verhandlungsführer am Tisch.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Walther Pelzer (DLR, Mitte), Thomas Jarzombek (Koordinator Luft- und Raumfahrt, rechts) und Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Weltraumtransport (DLR) während eines Gesprächs am Rande der Ministerratstagung in Sevilla (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)
Walther Pelzer (Mitte) und Thomas Jarzombek (rechts) bei der Ministerratstagung in Sevilla, gemeinsam mit ESA-Direktor Daniel Neuenschwander (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

In Deutschland ist Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für die Raumfahrt zuständig. Allerdings wird die wesentliche Arbeit vom Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt erledigt, dem Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek.

Debüt bei ESA-Verhandlungen in Sevilla

Bei den ESA-Verhandlungen bildete er ein Duo mit Walther Pelzer, dem Vorstand für Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.

Thomas Jarzombek und Walther Pelzer waren beide beim vorherigen Ministerrat 2016 noch nicht im Amt. Doch die beiden Neulinge haben sich beim Verhandlungsmarathon in Sevilla gut geschlagen.

Stunde der Wahrheit ist stets der Vormittag des zweiten Tages. Dann müssen die ESA-Mitgliedsstaaten bei den jeweiligen Projekten die Geldbeträge nennen, die sie beisteuern.

Verhandlungserfolg für das neue deutsche Duo 

Hier überrumpelte Deutschland vor allem Frankreich, das traditionell den größten ESA-Anteil hatte. Doch in der aktuellen Periode bis 2022 steuert Deutschland nun fast 23 Prozent des Budgets bei, viereinhalb Prozentpunkte mehr als Frankreich.

Da etwa 90 Prozent des an die ESA gezahlten Geldes in Form von Industrie-Aufträgen zurück ins Land fließen, bedeutet dies auch eine erhebliche Stärkung der heimischen Raumfahrtunternehmen.

Die Ministerratsnovizen haben zunächst clever geblufft - und im entscheidenden Moment Akzente gesetzt.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk