
Das bestätigte Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU. Man komme damit einer Bitte der Internationalen Energieagentur nach. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Öl- und Spritpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten. Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte.
Wie Reiche weiter sagte, sollen Spritpreiserhöhungen an deutschen Tankstellen nur noch einmal am Tag möglich sein. Dafür müsse das Kartellrecht geändert werden. Vorbild für die Regelung ist Österreich. Der CDU-Wirtschaftspolitiker Wiener begrüßte die Entscheidungen. Damit könnten die Preise kurzfristig gedämpft werden, sagte Wiener, der dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags angehört, im Deutschlandfunk. Das eigentliche Problem, nämlich die Verknappung von Öl, werde aber dadurch nicht gelöst.
Auch die Europäische Union kündigte Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise an. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte in Straßburg, angedacht seien etwa staatliche Beihilfen sowie Subventionen oder Obergrenzen für Gaspreise. Sie fügte hinzu, Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen habe in den ersten zehn Tagen des Iran-Kriegs Mehrkosten von drei Milliarden Euro verursacht.
Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



