Nahost-Konflikt
Deutschland stockt humanitäre Palästinenser-Hilfe um 38 Millionen auf

Deutschland stockt seine humanitäre Hilfe für die palästinensischen Gebiete um weitere 38 Millionen Euro auf. Das kündigte Außenministerin Baerbock nach einem Gespräch mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Schtaje in Ramallah im Westjordanland an. Damit werde Deutschland im laufenden Jahr insgesamt Gelder von über 160 Millionen Euro für die palästinensischen Gebiete zur Verfügung stellen.

11.11.2023
    Die beiden stehen in einem Raum vor einer stilisierten Weltkarte an der Wand und reichen sich gerade lächelnd die Hand. Baerbock trägt ein dunkles Kleid, Schtaje einen dunklen Anzug mit Krawatte.
    Baerbock und Schtaje bei der Begrüßung. (Michael Kappeler / dpa )
    "Jedes Leben ist gleich viel wert. Und jeder Mensch in Israel und jeder Mensch in Palästina hat ein Recht darauf, in Frieden und in Sicherheit zu leben", betonte die Grünen-Politikerin. Ein erster wichtiger Schritt für die Menschen in Gaza seien die humanitären Pausen. "Diese müssen weiter ausgebaut werden", forderte die Bundesaußenministerin. Auch müssten insbesondere die Krankenhäuser im Norden des Gazastreifens Versorgungssicherheit haben.
    Am Abend will Baerbock dann in Tel Aviv Gespräche mit ihrem israelischen Amtskollegen Cohen und Oppositionsführer Lapid führen. Am Vormittag war die Außenministerin in Riad mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan zusammengekommen.
    Baerbock hatte sich zuvor zurückhaltend zu Forderungen nach einer Waffenruhe im Gaza-Streifen geäußert. Sie sagte, Israel werde täglich weiter mit Raketen angriffen. Wer einen allgemeinen Waffenstillstand fordere, müsse auch sagen, was dies für die Stärke der Hamas, für das Schicksal der über 200 Geiseln und für die Sicherheit Israels bedeute.

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    Diese Nachricht wurde am 11.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.