Rüstung
Deutschland und Frankreich erzielen Einigung zu deutscher Beteiligung an Panzerbauer KNDS

Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Beteiligung des Bundes an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS erzielt. Regierungssprecher Kornelius teilte in Berlin mit, die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile an.

    Ein Panzer vom Typ Leopard 2 steht in den Fertigungshallen des Herstellers KNDS.
    Die Bundesregierung beteiligt sich beim Rüstungshersteller KNDS. (Michael Kappeler / dpa)
    Damit sichere man die Produktion des "Leopard 2"-Herstellers im Land und die eigenen Sicherheitsinteressen ab. Mit dem Vorhaben befasst sich nun der Haushaltsausschuss des Bundestags, der am Mittwoch letztmals vor der Sommerpause tagt.
    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verständigte sich der Bund mit der Wegmann-Holding, in der die Eigentümer-Familien zusammengeschlossen sind. Die Holding hält derzeit 50 Prozent an KNDS. Der Bund übernimmt 40 Prozent der Anteile. Jeweils zehn Prozent aus dem Besitz der Familien und des französischen Staates sollen an die Börse gebracht werden.
    KNDS stellt neben dem Kampfpanzer Leopard 2 auch Schützenpanzer, Artilleriesysteme und Munition her.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.