Verteidigungsministertreffen in Brüssel
Deutschland will mit NATO-Partnern Kampfdrohnen anschaffen

Deutschland will gemeinsam mit europäischen NATO-Partnern eine Vielzahl an günstigen Kampfdrohnen beschaffen.

    Blick auf die NATO-Sternenskulptur am Sitz der NATO in Brüssel, im Hintergrund wehen die Flaggen der Mitgliedstaaten an Fahnenmasten.
    Das NATO-Hauptquartier in Brüssel (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Rande eines NATO-Verteidigungsministertreffens in Brüssel unterzeichnet. Die Drohnen sollen nach Angaben aus Bündniskreisen eine Reichweite von mindestens 500 Kilometern haben. Sie sollen im Verteidigungsfall unter anderem dafür eingesetzt werden, gegnerische Abwehrsysteme zu überfordern. Mit teureren Präzisionswaffen könnten dann zuverlässiger relevante militärische Ziele ausgeschaltet werden. Neben Deutschland wollen sich Länder wie Frankreich, Großbritannien, Polen und Schweden an dem Projekt beteiligen.
    Bei dem Treffen in Brüssel äußerte sich die US-Regierung zufrieden mit den Bemühungen der Europäer um eine fairere Lastenteilung innerhalb der NATO. Staatssekretär Colby sagte, man habe nun 'eine sehr starke Grundlage, um partnerschaftlich zusammenzuarbeiten.' Colby war in Vertretung für US-Verteidigungsminister Hegseth nach Brüssel gereist.
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.