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StartseiteSport am Wochenende"Für Familien wird das eine Belastung"20.07.2019

DHB-Strukturreform"Für Familien wird das eine Belastung"

Ulf Meyhöfer, Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes, sieht bei der geplanten DHB-Strukturreform vor allem die erhöhte Jahresgebühr kritisch. Dies könnte dazu führen, dass sich Mitglieder vom Handballsport zurückziehen, prognostizierte er im Dlf.

Ulf Meyhöfer im Gespräch mit Astrid Rawohl

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Zu sehen ist das Logo des Deutschen Handballbunds. (imago images / Hartenfelser)
Der Deutsche Handballbund will hoch hinaus. Er will die weltweit stärkste Handballnation werden. (imago images / Hartenfelser)
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Der Deutsche Handballbund will sich mithilfe einer Strukturreform zukunftsfähig machen. Das dafür benötige Geld sollen die aktiven Handballer beisteuern, die einen deutlich erhöhten Jahresbeitrag zahlen müssen.

Die erhöhte Jahresgebühr könne durchaus dazu führen, dass sich Mitglieder vom Handballsport zurückziehen könnten, sagte Ulf Meyhöfer, Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes im Dlf. Vor allem Familien würde die Erhöhung des Beitrags schwer treffen. Da viele Vereine mittlerweile auch Schwierigkeiten haben, in allen Jugendklassen eine eigene Mannschaft zu stellen, müssten die Mannschaften längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, um überhaupt noch auf Gegner zu treffen. Auch das sei eine Belastung für die Spieler und Familien.

Ulf Meyhöfer ist Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes. (Deutschlandradio / Ulf Meyhöfer )Ulf Meyhöfer ist Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes (Deutschlandradio / Ulf Meyhöfer ) 
Mehr Personal für die Umsetzung der Konzepte

Die Anforderung an die Landesverbände, mehr Mitglieder zu rekrutieren, stelle ihn als kleinen Landesverband mit wenigen Vereinen und Mitgliedern vor eine enorme Herausforderung. "Wir arbeiten zu 100 Prozent mit Ehrenamtlern." Zusätzliche Gelder könnte man auch gut in einen Sportkoordinator oder hauptamtlichen Geschäftsführer stecken, müsse dies dann aber an den DHB abtreten, um die Strukturreform finanzieren zu können. 

Man bräuchte vor allem auch Personal, um die Konzepte des DHB umzusetzen und um sich auch intensiver im Kinder- und Schulhandball sowie der Lehrerfortbildung zu engagieren.

Meyhöfer wies zudem noch auf das schlummernde Potenzial der Ü35-Jahrgänge hin. Bisher ende die Karriere eines Handballers mit 35, da die weiteren sportlichen Angebote fehlen, nur wenige engagieren sich noch als Trainer oder Funktionär. In den Altersgruppen ab 35 bis 65 Jahren gebe es einfach keine Mannschaften. Ein klares Versäumnis des DHB die ehemaligen Handballer weiterhin an sich zu binden. Dabei sie diese Altersgruppe eigentlich eine sehr kaufkräftige, die eine solche Strukturreform gut finanzieren könne.

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