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StartseiteMusikszene"Europas klingender Platz"02.03.2015

Die Dresdner Semperoper"Europas klingender Platz"

Nicht nur Richard Strauss liebte das prachtvolle Haus mit seiner guten Akustik; auch viele andere Komponisten und Dirigenten schätzten die Dresdner Semperoper. Am 13. Februar 1945 sank sie wie die gesamte Altstadt des liebevoll genannten "Elb-Florenz" in Schutt und Asche. Jahrzehnte lang dämmerte die ausgeglühte Ruine vor sich hin. Die DDR-Behörden hätten sie gern abgerissen; doch es kam anders.

Von Hildburg Heider

Bei Sonnenschein und Temperaturen von sechs Grad Celsius sind in Dresden der Theaterplatz mit der Semperoper (Mitte), Elbe und Marienbrücke (rechts) zu sehen. (AP)
Wahrzeichen Dresdens und internationaler Musiktempel: die Semperoper (AP)

Genau 40 Jahre nach dem verheerenden Bombenangriff wurde die rekonstruierte Dresdner Staatsoper, die nach dem Namen ihres Architekten schlicht Semperoper genannt wird, mit Webers Freischütz glanzvoll wiedereröffnet, dazu läuteten nachts alle Glocken der Stadt. Dann geriet das Theater wieder in die Schlagzeilen, als im Jahr der Wende 1989 vor der Semperoper Zehntausende von Dresdnern für die Freiheit demonstrierten, während innen Beethovens Oper 'Fidelio' hinter einem Stacheldrahtzaun à la Bautzen über die Bühne ging, und schließlich während der Flutkatastrophe von 2002. Die Semperoper besitzt Symbolkraft für Dresdens reiche Musikgeschichte, denn hier wurden u.a. Opern von Richard Wagner und Richard Strauss uraufgeführt. Heute ist sie wieder eine der wichtigsten Musiktheaterbühnen Europas. Vielen gilt sie jedoch weniger als weihevoller Musentempel, sondern als eines der attraktiven Touristenziele der Stadt. Die Musikszene folgt der faszinierenden Geschichte des traditionsreichen Hauses bis in die Gegenwart und wirft einen Blick hinter die Kulissen.

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